Universum zeigt: Hibakusha - Reise auf die Insel des Glücks
- Donnerstag, 26. April 2012 14:45
- Hans Helmut Oestmann, Slow Food
Das Universum zeigt am Montag, dem 7. Mai um 19:00 in Kooperation mit SlowFood den Film "Hibakusha - Reise auf die Insel des Glückes".

Ein Jahr nach Fukushima - der Neuklearkapitalismus bäumt sich auf. Bitte informiert wie immer Eure Freunde, Verwandten, GesinnungsgenossInnen, MitgliederInnen und Wie-auch-immer!
"Ein Jahr nach Fukushima – der Nuklearkapitalismus bäumt sich auf. Ein Film von Dorothée Menzner und Ralph T. Niemeyer.
„Ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima kommen die Opfer zu Wort! Während sich die junge Anti-Atom-Bewegung in Japan allmählich auf die Straßen begibt, um den Atom-Wahnsinn zu beenden, versuchen Regierung und Konzerne die Unbedenklichkeit der nuklearen Pest wieder in die Köpfe der Menschen zurück zu drängen.
Dorothée Menzner, Mitglied des Deutschen Bundestages, und Ralph T. Niemeyer, freier Journalist, begaben sich ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe nach Japan, um mit den Opfern, mit Wissenschaftlern, aber auch mit Überlebenden des USA-Atombomben-Gaus in Hiroshima und Nagasaki zu sprechen."
Bekanntmachung mit vollständigem Text
7 + 1 Fragen an: Hardy Crueger
- Mittwoch, 25. April 2012 00:32
- Lord Schadt
1. Wer bist Du? Beschreib Dich in einem Satz!
Ich bin Schriftsteller und Dozent für Kreatives Schreiben, liebe gute Geschichten, hasse Unzuverlässigkeit, mag Bier, Kino und in Würde zu altern, koche gerne und malen kann ich überhaupt nicht, spiele aber immer noch gut und laut Gitarre, und meine Frau ist die schönste Liebhaberin und mein bester Freund auf der ganzen Welt.
2. Warum lohnt es sich, eine Lesung von Dir zu besuchen?
Das Publikum bekommt spannende, dramatische, manchmal etwas gruselige Geschichten erzählt, die einen Anfang eine Mitte und einen Schluss haben und gekonnt vorgelesen werden. Gute Unterhaltung ist garantiert!
Bezirksrat stimmt für den Fritz-Bauer-Platz
- Dienstag, 24. April 2012 21:44
- Uwe Meier
Der Bezirksrat Innenstadt stimmte heute mit 16 Stimmen und einer Enthaltung für den Fritz-Bauer-Platz. Es soll der kleine Platz vor dem Eingang zur Generalstaatsanwaltschaft werden . Dieser Platz soll umgestaltet und eine Persönlichkeitstafel von Seiten der Stadt aufgestellt werden.

Dr. Menge von der Stadtverwaltung stellte in der Sitzung das Projekt kurz vor. Er verwies darauf, dass der Generalstaatsanwalt Norbert Wolf die Platzbenennung ausdrücklich begrüßt. Es sei ihm eine Ehre, dass zukünftig die Adresse der Staatsanwaltschaft den Namen von Fritz Bauer enthält.
Der neue Fritz-Bauer-Platz mit Generalstaatsanwaltschaft

Auch wenn der Platz klein und wenig repräsentativ ist. Er ist eine gute Wahl. Fritz Bauer hat dort wichtige Spuren hinterlassen.
Probleme mit der Wahrheit bei der Flughafengesellschaft Braunschweig-Wolfsburg
- Dienstag, 24. April 2012 18:15
- Henning Jenzen, BIBS-Fraktion
Pressemitteilung
Am 23.04.2012 verkündete eine Pressemitteilung der Flughafengesellschaft Braunschweig-Wolfsburg den Beginn der Bauarbeiten für die RESA (runway-safety-area), einer zusätzlichen Sicherheitszone am Ende der der Start- und Landebahn. In der Erklärung wird behauptet, dass diese in die Anlage einbezogenen Zusatzflächen „bereits Teil des Planfeststellungsbeschlusses für den Flughafenausbau“ gewesen seien.
Das ist definitiv falsch, auch wenn es mit Presseerklärung vom 11. Januar mit gleichem Wortlaut schon einmal verkündet wurde. So stellte auch Stadtbaurat Leuer auf Nachfrage am 28.02. im Stadtrat klar, dass diese Fläche keinesfalls Teil des Planfeststellungsbeschlusses war. Und erst am 16. Februar war im niedersächsische Ministerialblatt (8/2012, S. 189) mitgeteilt worden, dass die Flughafen-GmbH beantragt habe, auf eine reguläre Planfeststellung zu verzichten (Planverzicht), da eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht erforderlich sei. Letzteres ist übrigens in Frage zu stellen, da die RESA-Fläche wie die Start- und Landebahn einer besonderen Bodenverdichtung bedarf, was sich auf die Entwässerungseigenschaften des großflächigen Baugrundes auswirkt.
Nachdem die Öffentlichkeit bereits mehrfach belogen wurde, vor und während der Ausbauphase, stellt diese Pressemitteilung eine besonders dreiste Art der Täuschung dar. Suggeriert sie doch eine Rechtmäßigkeit der Verfahren um die Baumaßnahme, die so nicht gegeben ist.
Die Flughafen-GmbH ist zu 100% im Eigentum der öffentlichen Hand. Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf korrekte Informationen. Werden sie belogen, stellt sich die Frage nach der Zuverlässigkeit und Integrität der handelnden Personen. PDF
0 #5 W Karl Schmidt 2012-04-27 01:09
Recht vielen Dank für die Details, Frau Ernst. Eine Frage erlauben Sie mir bitte dennoch. Wie wirkt sich ihre Detailkenntnis in der politischen Arbeit Ihrer Parteifreunde im Rat aus, den Grünen?
0 #4 Uta Ernst 2012-04-26 20:34
Auch wenn es noch so oft von der Flughafenseite behauptet wird, die jetzt gebaute RESA-Fläche ist nicht planfestgestellt. Im Gegenteil, im Planfeststellungsbeschluss wird klar und deutlich unter Pkt. 7.1 die Landestrecke in Richtung Osten mit 2.300 m und in Richtung Westen mit 2.000 m angegeben. Es war also eine Sicherheitsfläche von 300 m vorhanden. D.h. jetzt wird im Westen die Landebahn um zusätzliche 300 m verlängert - ohne Planfeststellungsverfahren. Warum wurde das nicht gleich mit beantragt, obwohl damals schon geplant? Hatte man Bedenken, dass das Ende der Landebahn zu dicht an die Wohnbebauung von Bienrode heranreicht und es evtl. nicht genehmigungsfähig gewesen wäre? Es findet keine Anhörung mehr statt. So wird den Problemen aus dem Wege gegangen. Und die Bürger? Falschinformation und damit erledigt.
0 #3 Horst Gasse 2012-04-25 22:20
Der Grund, weshalb die RESA-Fläche erst jetzt angelegt wird, liegt eindeutig auf der Hand: Man wollte dem OVG in keinem Fall das Argument in die Hand legen, mit der RESA-Fläche sei schon eine ausreichende Sicherheit für die Versuche mit ATRA gegeben und die SLB-Verlängerung damit nicht notwendig.
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0 #2 Heiner 2012-04-25 04:09
Beim Flughafenausbau ist von der Flughafengesell schaft und anderen Beteiligten schon so oft gelogen worden, dass man sich nun fast schon gar nicht mehr wundert, dass das noch immer so weiter geht.
Und von oben wird das Alles immer wieder beschützt.
Ein grober Fall von nicht mehr funktionierender Demokratie.
Danke für den Artikel!
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0 #1 W Karl Schmidt 2012-04-25 01:41
Danke schön, Herr Jenzen. Stechen Sie weiter in diese (politische) Eiterbeule. Decken Sie weiterhin deren einzelne Herde aus Teilen der kommunalen Parteien und Verwaltung, kommunalen und Landesbehörden, Justiz und gekauften Journalisten auf.
Die Abschaffung unserer Demokratie
- Montag, 23. April 2012 23:36
- Redaktion
Auch wenn man von der Abschaffung unserer Demokratie seit Jahren weiß, es ist erschreckend dieses Dossier anzuhören. Und noch erschreckender ist, dass die meisten unserer Parteien in den Parlamenten mitmachen.

Es geht nicht um eine Demokratiekrise sondern um die Abschaffung der Demokratie. Die Finanzwelt hat uns übernommen. Sie übt Terror aus. Es ist keine Verschwörung, sie ist klar erkennbar und wird gezielt gesteuert. Putschistisches Potenzial haben die Finanzmärkte. Es ist ein ökonomischer Putsch, der in den letzten Jahren stattgefunden hat. Eine Umkehrung demokratischer Machtverhältnisse. Inzwischen ist in Europa die siebte Regierung über die Finanzkrise gestürzt. Es ist ein kriminelles System, in sich verbrecherisch, weil zerstörend.
Das alles sind Zitate sachkundiger Menschen in der Sendung des Deutschlandfunks:
Der ökonomische Putsch oder:
Was hinter den Finanzkrisen steckt
von Roman Herzog
Zitat:
"Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein ökonomischer Putsch, der heute den militärischen coup d'état abgelöst und eine globale Disziplinierung geschaffen hat." (Deutschlandfunk)
Und das alles soll "alternativlos" sein?
0 #1 Lilo 2012-04-24 12:38
Welche Berufsgruppen vertreten uns, das Volk, am häufigsten in den Parlamenten der Welt? Juristen und Theologen. Das sagt alles. Demokratie wurde unterwandert von Glaubenspredigern und jeder Menge juristisch kompetenten Gesetzeslückenfindern, -umgehern und Vertragsfestschreibern, die auf der Gegenseite in Wirtschaftsverbänden ihrerseits mit Türklinkenvertr etern und Juristen aufwarten. Politik hat mehr und mehr was von einem Kampf zwischen Juristen und Juristen. Beschworen wird dann das Juristische mit den Predigern, die das Volk glauben machen, alles sei richtig und alternativlos.
Rezension: Gewaltfreie Aktion - Erfahrungen und Analysen
- Montag, 23. April 2012 11:36
- Moritz Böttcher, Friedenszentrum
Auf 287 Seiten werden in diesem Sammelband Beiträge von 25 Autorinnen und Autoren zusammengetragen. Reiner Steinweg und Ulrike Laubenthal (Hrsg.), Gewaltfreie Aktion. Erfahrungen und Analysen. Brandes & Apsel, Ffm. 2011 ISBN 978-3-86099-689-8, 287 Seiten; 21,90 EUR.

In dem Sammelband "Gewaltfreie Aktion. Erfahrungen und Analysen" von Reiner Steinweg und Ulrike Laubenthal werden die Prinzipien, Methoden und Wirkungsweisen gewaltfreien Handelns zusammengefasst und erläutert.
Die Ansätze in diesem Bereich haben sich im Laufe des letzten Jahrhunderts deutlich weiterentwickelt und professionalisiert. Seit den Gedanken von Thoreau oder Gandhi ist viel passiert. So kann man heute auf zahlreiche positive und erfolgreiche Beispiele der Gewaltfreiheit zurückblicken sowie auf ein breites Forschungsfeld bis hin zu etablierten Praktiken und Trainings, welche auf spezielle Aktionen vorbereiten sollen.
In den vielseitigen Ausführungen werden theoretische und praktische Konzepte aus der Geschichte der Gewaltfreiheit beispielhaft dargestellt, wie etwa die Prinzipien von Martin Luther King oder Mahatma Gandhi, und mit aktuellen Bezügen verdeutlicht. Auf Basis vergangener Ereignisse und theoretischer Konzepte wird verdeutlicht, wie und warum gewaltfreie Aktionen sehr erfolgreich sein können, aber auch welche Faktoren sie leicht scheitern lassen.
Anija Seedler: Blindengarten
- Sonntag, 22. April 2012 18:00
- Edith Grumbach-Raasch
Zeichnung und Malerei
Ausstellungseröffnung am 26. April um 20 Uhr

„Jeder Figur Anija Seedlers wohnt eine Präsenz inne, die den meist unbeschriebenen Bildraum als Bühnenraum, die Haltung als sich zeigende, bewusst eingenommene erkennen lässt.“ Mathias Lindner
Zwei Termine und drei Bücher
- Samstag, 21. April 2012 16:03
- Matthias Bosenicik
12. Mai, HBK-Mensa: Silver Club

Der Silver Club informiert:
Am 12. Mai 2012 widmet sich der Silver Club unter dem speziellen Motto „Unplugged Independent Kulturnacht“ den leisen Tönen der Independentszene. Ein buntes Programm aus Lesung, Konzert und Party erwartet Euch!
Den Auftakt des Abends macht der Popliterat Christoph Braun. Er liest aus seinem neuen Buch „Hacken“. Christoph Braun, der lange in Berlin gelebt hat, für die Spex schreibt und das Musikprogramm des Deutsches Theaters in Berlin gestaltet, ist nun Landbewohner geworden. In seinem Buch setzt er auf Land und Web, und findet darin eine neue Form der Autarkie.
Im Anschluss erobert die Band Splandit die Bühne. Wer denkt, die Jungs holen jetzt Ihre E-Gitarren raus, der liegt falsch. Splandit spielen ihre extravagante Musikmischung aus Pop, Punk, Reggae, Ska und Easy-Listening grundsätzlich unplugged. Auf zahlreichen Konzerten in ganz Deutschland und in vielen Ländern Europas zeigten sie, dass Ihre druckvollen Songs ohne E-Gitarren auskommen, und ihre Musik das Publikum begeistert.
Auf der anschließenden Party steht DJ van Bauseneick, der sonst bei der Indie-Ü30-Party im Nexus auflegt (die nächste findet am Samstag, 19. Mai, ab 23 Uhr statt), am Plattenteller . Anders als von ihm gewohnt, verwöhnt er diesmal die Gäste mit einer Mischung aus Unplugged- und ruhiger Indiemusik, verfeinert mit Klassikern und lauten Stücken. Unterstützt wird er an den Reglern von DJ Silas, der unter anderem im legendären Schlucklum aufgelegt hat. Beide sind Meister ihres Faches, legen seit vielen Jahren auf und haben das gewissen Gefühl für gute tanzbare Musik.
Jahreshauptversammlung: Tierschutz Braunschweig
- Samstag, 21. April 2012 00:54
- Beate Gries
Die Tigerkatze "Hanna" wurde im letzten Sommer auf der Autobahnabfahrt der A2 gefunden. Sie war erst ca. 4 Wochen alt und musste noch mit der Flasche aufgezogen werden.
Am 17.04.2012 fand im Vortragssaal der Stadthalle Braunschweig die diesjährige Jahreshauptversammlung von "Tierschutz Braunschweig e.V." statt. statt. Als Gäste waren Vera Steder, 1. Vorsitzende im Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes und ihre Stellvertreterin Ute Rump, der Einladung des Vorstandes gefolgt.
Die neue Umweltzeitung: 20 Jahre nach Rio – Große Worte, k(l)eine Taten
- Freitag, 20. April 2012 15:56
- Stefan Vockrodt
Nach Mauerfall und politischem Umbruch in den früheren Ostblock-Staaten träumten viele von einer neuen, einer besseren Welt. Dieser Traum manifestierte sich auch in der großen Umwelt- und Entwicklungskonferenz, die die Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro veranstalteten und von der als Schlagworte die „Agenda 21“ (das ist – für die Jüngeren unter uns – etwa das genaue Gegenteil der Agenda 2010) und „Global denken, lokal handeln“ haften geblieben sind.
Die Umweltzeitung III/2012 wirft jetzt, 20 Jahre danach, einen kritischen Blick zurück: So gut wie nichts wurde von den Zielen verwirklicht, die damals verabschiedet und mit viel Vorschusslorbeeren versehen vielerorts auch angegangen wurden. Fast das Gegenteil: Die globalisierte Wirtschaft zerstört nach dem Motto „Global profitieren, lokal ruinieren“ unsere Welt und lässt sich dies noch von der Politik als „Nachhaltigkeit“ subventionieren. Und lokal? Nun, zumindest in Braunschweig wurden mit dem Machtantritt von Dr. Hoffmann als Oberbürgermeister 2001 alle Initiativen, Braunschweig ins 21. Jahrhundert zu bringen, brutalstmöglich abgewürgt. Wer unsere Stadt heute mit einigen Städten im Umland oder gar Hannover vergleicht, erkennt rasch, wie rückständig man hier ist. Das kann sich aber wieder ändern.
Im Juni findet wieder eine Konferenz in Rio statt, „Rio20“ oder „Rio+20“ genannt. Anlass für die Umweltzeitung, in unserem Titelthema global und lokal Bilanz zu ziehen und auch Ansätze vorzustellen, die nachahmenswert sind.
Der Hintergrund ist ebenfalls brandaktuell. Ein Jahr nach Fukushima sorgen die Pläne der Firma Eckert & Ziegler, in Thune Atommüll in großem Umfang „aufzubereiten“, für Furore und jede Menge Protest. Wir schauen nicht nur hinter die Kulissen der Pläne, sondern auch darauf, wie man früher und heute in Braunschweig mit radioaktiven Stoffen umzugehen pflegt(e).
