VW in der Zwickmühle
- Dienstag, 29. Juni 2010 11:57
- Peter Rosenbaum

Kein Lebensraum für den Käfer im Querumer Eremitenwald ?
Mit einer ungewöhnlich kritischen Medienpräsenz muß sich der VW-Konzern auseinandersetzen.
Gleich vier Artikel innerhalb von 24 Stunden in den zwei Wolfsburger Tageszeitungen "Wolfsburger Nachrichten" sowie der "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" überraschten den Konzern in seiner Heimatstadt Wolfsburg, und das Ganze dann auch noch in den jeweiligen Freitags- und Samstags-Ausgaben der beiden Zeitungen.
Unangenehme Frage an die Verantwortlichen des Konzerns:
Wie passen das VW-Artenschutzprogramm und die Waldvernichtung für ein VW-Luftfracht-Drehkreuz Waggum zusammen?
Während die Wolfsburger Nachrichten am 25.Juni 2010 mahnten:
"Zum Thema Nachhaltigkeit hat Volkswagen in der Tat klare Bekenntnise abelegt und gute Projekte entwickelt und realisiert. Nur zum Thema Waggum war bisher nichts zu hören."
www.newsclick.de/index.jsp/menuid/7567605/artid/12489086
... will der leitende Angestellte des VW-Tochterunternehmens Boris Gelfert mit dem Argument - die Bäume, die als Lebensraum für den unter höchstem Artenschutz stehenden Käfer dienen könnten, seien nunmal (leider) nicht mehr da - weitermachen mit dem Flughafenausbau wie bisher.
Nicht empfehlenswert
- Montag, 28. Juni 2010 09:25
- Inge Gerlach
Wenn von Kirchenasyl die Rede ist, wird meist ein Ort in Niedersachsen genannt. Jetzt ist es eine Gemeinde in Göttingen, die einer von Abschiebung bedrohten Roma-Familie Zuflucht gewährt. Regelmäßig wird in solchen Zusammenhängen der Name des Innenministers Schünemann genannt, der unerbittlich über die gewaltsame Ausweisung von Menschen wacht, die dort, wo sie hingebracht werden sollen, alles andere als sicher sind. Auch weit fortgeschrittene Integration nützt da nichts, Schünemann ist gnadenlos.
Aber ist es der Innenminister allein? Welche Verantwortung trägt sein Ministerpräsident, der jetzt durchs Land reist und sich als künftigen Bundespräsidenten feiern lässt? Er hat Schünemann gewähren lassen. Missfiele ihm dessen Tun, so hätte er ihn längst ausgewechselt. Für das höchste Amt im Staat ist Wulffs Verhalten keine Empfehlung.
Weg für Asse-Atommüll nach Braunschweig-Thune frei
- Mittwoch, 23. Juni 2010 18:30
- Wolf Nehmiz
Hatte die Stadt und die Ratsmehrheit das Problem des Atommülls vor unserer Haustür jahrelang konsequent ignoriert, so war man sich Anfang des Jahres auf einmal einig. Die Front stand geschlossen mit Oberbürgermeister Dr. Hoffmann (CDU) ganz vorneweg: Ein kleines Atommüllzwischenlager wolle er sich nicht aufdrängen lassen. Kein Asse-Müll nach Braunschweig! "Braunschweig ist nicht die Mülltonne der Region", so Juliane Lehmann (FDP). Es wurde im Rat ohne Gegenstimme eine Veränderungssperre beschlossen. Die Firma Eckert&Ziegler durfte nicht bauen, um zusätzlichen schwach radioaktiven Müll zu bearbeiten.
Nun ist alles anders: Der Beschluss wurde durch die CDU/FDP-Mehrheit gestern im Rat aufgehoben. Dazu der Bericht aus dem Rat (TOP 15). Es gibt also einen Brief der Firma an OB Hoffmann, in der sich die Firma verpflichtet, etwas Selbstverständliches einzuhalten, nämlich die Grenzwerte. Sie werde obendrein auch zukünftig nichts anderes tun als bisher und die Gesetze einhalten. An diesem fehlenden Brief lag es also laut OB Hoffmann.

Natürlich entspricht das alles mal wieder nicht der Wahrheit, was da aus dem Rathaus schwappt. Die Wahrheit ist, dass OB Hoffmann und CDU/FDP nicht mit dem Asse-Müll in Verbindung gebracht werden wollten; sie sahen massive Proteste der Bürger voraus und Verlust von Wählerstimmen. Siehe dazu auch: Von Asse nach Thune – ein Weg der Unglaubwürdigkeit. Selbstverständlich war auch Inkompetenz im Spiel, denn man verhedderte sich im Asse-Müll und schwacher Radioaktivität und den rechtlichen Bestimmungen. Diese Inkompetenz wird im Grunde von der Presseerklärung der Verwaltung bestätigt und wurde gestern sogar im Rat von OB Hoffmann als fadenscheinige Rechtfertigung angeführt: Die Stadt habe die Bürger vor Gefahren nicht nur schützen wollen, sondern sogar müssen. Hoffmann sagte: „Ich bin kein Fachmann“. Was er nicht sagte: Es wird kein Asse-Müll nach Braunschweig kommen. Da reicht also ein Brief der Firma Eckert&Ziegler, in dem sie ihre Gesetzestreue bestätigt – also das, was schlicht selbstverständlich ist. Und schon kippen Ratsbeschlüsse.
Sehr schön auf den Punkt bringt es die TAZ: Asse-Müll schwappt nach Braunschweig
Nachlese: Wege zu einer Kultur des Friedens · Türkei als Vermittler im Nahen Osten?
- Dienstag, 22. Juni 2010 14:33
- Andre Meisner
Am Abend des 17. Juni begrüßten 40 TeilnehmerInnen den Braunschweiger Politologen Orhan Sat, um ein Bild der heutigen Türkei zu bekommen und herauszufinden, wo sie als EU-Beitrittskandidatin steht.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Geschichte des Osmanischen Reichs mit dem Vertrag von Sèvres besiegelt. Durch ihn reduzierte sich das Staatsgebiet, das sich vorher über Arabien, Nordafrika und den Balkan erstreckte, nahezu auf die heutige Größe der Türkei. General Mustafa Kemal Atatürk war wie viele andre mit dem Vertrag nicht einverstanden. Durch die Auflagen entfachte man neue Konflikte mit den Griechen sowie mit den Besatzern Großbritannien und Frankreich. Das Resultat war der Lausanner Vertrag. Die unter Atatürk gegründete Türkei bekam das Recht, die Auflagen des Ersten Weltkriegs zu revidieren.
Der Staat ist seither westlich orientiert. Atatürks erste Amtshandlungen waren die Abschaffung des Sultanats und des Kalifats sowie der Scharia. Ein großes Problem ist die geschichtlich bedingte ethnische Vielfalt und deren Einigung innerhalb eines demokratischen Regierungssystems. Die Gründungsdoktrin sieht drei Säulen vor, auf denen der Staat beruht. Die erste Säule ist der Nationalismus. Eine Beispielspartei ist die BDP (Partei des Friedens und der Demokratie), nach Orhan Sat sagt man, sie sei der verlängerte Arm der kurdischen PKK. Die zweite Säule ist der Laizismus, in dem sich die teilweise islamisch geprägte Bewegung der AKP (Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung) wiederfindet. Die dritte Säule stellt das staatskapitalistische Wirtschaftssystem dar. Alle zusammen prägen die Innen- und Außenpolitik des Landes. Gerade der Nationalismus ruft aber innere Unruhen hervor.
Sport-Gelder "im Club-Hafen verbaggert"
- Sonntag, 20. Juni 2010 20:19
- Peter Rosenbaum
Der braunschweig-report greift das Thema der merkwürdigen Sportförderung auf (wir berichteten).
(ruhig mal auf das Bild draufklicken, dann wird es größer und lesbarer)
Sehr eindrucksvoll der aufgezeigte Kontrast der fehlenden Mittel für Fußballtor und Tischtennisplatte.
Nur eine kleine Korrektur: der Rat hat das nicht mehr am 22.6. auf der Tagesordnung, es wurde bereits verbindlich im Verwaltungsausschuss abgestimmt ... mit der gleichen parteilichen Unterstützung wie schon im Sportausschuss.
Diskussion zum Thema: http://bibs-bs.de/bibs-forum/48-artikel-der-startseite/2227-stadt-sponsort-yachthafen.html#2241
Aktuelle Termine aus Braunschweig – und zwei Absagen
- Freitag, 18. Juni 2010 13:44
- Matthias Bosenick
Roland Kremer informiert:
Der Sommer hat noch nicht so ganz überzeugt, die Sommerpause droht totzdem schon; unsere Kultur wird aber keine Pause einlegen. Am kommemden Samstag, 19. Juni, findet im Haus der Wissenschaft der Science Slam zum Ermitteln des ersten deutschen Science Slam Champs statt; weitere Infos dazu im unten folgenden Text.
Desweiteren werden euch "Rob'n'Rol" am Dienstag, 29. Juni, im LOT-Theater zur WM einheizen und am Freitag, 9. Juli, findet dann der Fußball-Slam im LOT statt.
Dazu gibts dann noch zeitnah nähere Infos.
Einen schönen Sommer wünscht euch
Roland
Der Science Slam ist ebenso wie der Poetry Slam ein Kurzvortragsturnier, allerdings mit wissenschaftlichen Themen. Hier treten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit spannenden Themen aus Forschung und Wissenschaft gegeneinander an.
Diesmal handelt es sich bei den Kandidaten um Gewinner von bisherigen Science Slams aus ganz Deutschland. Maximal zehn Minuten Zeit stehen ihnen zur Verfügung, um mit einem populärwissenschaftlichen Vortrag die Aufmerksamkeit und die Herzen der Anwesenden zu gewinnen. Denn hier bestimmt das Publikum als Jury den Slam Champion. Kriterium ist nicht die beste Forschung, sondern der beste Vortrag. Es gilt, ein wissenschaftliches Thema populärwissenschaftlich aufzubereiten und somit auch ein Laienpublikum zu begeistern. Für Fairness, Spaß und gute Stimmung sorgt ein Poetry-Slam-erfahrener Moderator.
Datum: Samstag, 19. Juni, 19 Uhr
Ort: Audimax-Zelt der TU Braunschweig (hinter dem Haus der Wissenschaft), Pockelsstr. 11
Eintritt: 3 Euro/Schüler kostenlos
Natürlich sind neben den Teilnehmenden auch Freunde und Kollegen sowie alle Interessierten herzlich willkommen.
Moderation: Roland Kremer (Poetry Slam)
Der Science Slam wird unterstützt durch den Braunschweiger Poetry Slam.
Der Vorverkauf der Karten für den Deutschlandslam findet von Montag, 14. bis Donnerstag, 17. Juni, jeweils von 11.30 bis 14 Uhr in der Mensa 1 der TU Braunschweig (Katharinenstraße 1) statt.
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Das Improvisationstheater Jetzt und Hier informiert:
Liebe Freunde von Jetzt und Hier,
unser nächster Auftritt startet nächste Woche!
Wir freuen uns, wenn Ihr
am Freitag, 25. Juni, um 20 Uhr ins LOT-Theater Braunschweig kommt!
Live dabei und direkt aus Toulouse eingeflogen unser Musiker Pierre.
Karten könnt ihr direkt im LOT-Theater vorbestellen (Tel.: 0531/17303 oder auf der Website: http://www.lot-theater.de/karten.html). Restkarten gibt es ggf. auch an der Abendkasse.
5-4-3-2-1 los -- Wir zählen auf Euch!
Mit vielen Grüßen
Eure Spieler von Jetzt und Hier
Weitere Infos zum Auftritt unter: http://www.lot-theater.de/160.html
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Zwei Absagen gibt es leider zu vermelden: Der geplante Silver Club am 17. Juli fällt aus organisatorischen Gründen aus. Auch aus fällt aus ebensolchen Gründen die Ausstellung mit Fehmi Baumbach und Almut Klotz in der Ex-Uschibar, die am 25. Juni stattfinden sollte. Die Ausstellung könnte bei einem nächsten Silver Club nachgeholt werden. Ein nächster Silver Club ist für September angedacht. Vielleicht ergeben sich da ja Synergien.
Ein neues Kompakt-Set über Viktoria Luise, Herzogin von Braunschweig....
- Donnerstag, 17. Juni 2010 09:28
- Sigrid Probst (Leserbrief)
Am Samstag 13.6.2010 konnten wir in der NB lesen, dass Herr Henning Borek, Inhaber des Archiv Verlages, gemeinsam mit Sascha Wedde, Oneline-Marketingmanager, ein Kompakt-Set über Herzogin Viktoria Luise präsentierten. Es ist das dritte Set aus einer Serie von "Meine Stadt - Braunschweig" mit Originaltönen. Einen Teil des Textbuches hat ihr Enkel, Heinrich Prinz von Hannover, erarbeitet und die Audio-Aufnahme hat Henning Borek zusammengestellt. Er beschreibt, daß er dafür nur vier Stunden gebraucht habe, obwohl man üblicherweise zwei Tage dafür benötigt hätte. Dieses spräche für eine große Disziplin der Herzogin. Viktoria Luise sei die "Diana von Braunschweig" gewesen und habe großen Wert auf ihre Herkunft aus dem Hause Hohenzollern gelegt.
Da muss man wirklich erst einmal Luft holen. Lady Di hin oder her, sie würde sich wohl über diesen Vergleich im Grabe umdrehen. Ihr Leben wurde brutal beendet, aber bis zu ihrem Tode war sie eine warmherzige Frau, die einiges auf den Weg brachte: So hatte sie auch AIDS den Kampf angesagt und wurde oft in Afrika tätig.
Im Gegensatz dazu fühlte sich die Braunschweiger Herzogin als eine Repräsentantin eines vergangenen Zeitalters, egal was geschehen war, was für Kriege geführt wurden und wie elendig arme Leute leben mussten. Durch ihre Heirat fiel der Braunschweiger Herzogthron wieder an die Welfen; das war der höchste Verdienst. 1913 zog das Paar in Braunschweig ein, nicht nur unter Zujubeln der Bevölkerung, sondern auch unter Protesten und Zwischenrufen der Bürger. Davon wird aber eher selten berichtet. Nur fünf Jahre, bis zur Abdankung des Herzogs im November 1918, sind ihnen als Herrscherpaar geblieben.
Die Suche nach dem Eremiten
- Dienstag, 15. Juni 2010 10:10
- Kristine Schmieding
Der aktuelle Fund von Larven des Eremiten auf der Rodungsfläche des Querumer Waldes wirft Fragen nach früheren Untersuchungen auf.
Von Ende Juni bis Ende August 2004 hatte man sich auf die Suche nach dieser streng geschützten Käferart gemacht. Im Zusammenhang mit dem „Antrag auf Änderung des Planfeststellungsantrages“ zum „Ausbau des Forschungsflughafens Braunschweig-Wolfsburg“ ließ die Planungsgemeinschaft LaReG im Auftrag der Flughafengesellschaft Tiere und Pflanzen kartieren. Rainer Theunert übernahm die Suche nach Totholzkäfern. Einen Eremiten fand er zwar nicht, aber Bäume im Sickbruch, die „fundverdächtig“ waren und auch dokumentiert wurden.
Eiche mit Höhleneingang in 6m Höhe (Pfeil oben) und herausrieselndem Mulm (unten)
(Foto Theunert, 22.7.2004)
Da diese „systematische Suche“ (S.78) nur „unter Zuhilfenahme eines Fernglases“ durchgeführt wurde und es wahrscheinlich keinen weitergehenden Auftrag gab, wurde der verdächtige Baum offensichtlich nicht weiter untersucht. Es wäre dazu wohl nur eine entsprechende Leiter erforderlich gewesen.
Theunert stellt dann selbst die Frage, ob eine Art, die „im Vorhinein als möglicherweise vorhanden eingestuft wurde“, vielleicht nur übersehen wurde. Er stellt dar, dass vor allem kleinere Populationen nicht in jedem Jahr nachgewiesen werden können – zieht aber nicht die folgerichtige Konsequenz, dass dann umfassendere Untersuchungen notwendig wären, zumal bekannt ist, dass der Eremit zu den wenigen hoch geschützten Tierarten gehört. Durch die FFH-Richtlinien (FFH Flora Fauna Habitat) sind Gebiete, in denen das Tier vorkommt, als Schutzgebiet auszuweisen. In seinem Gutachten betont Theunert unmissverständlich: „Für das Untersuchungsgebiet kann ein Vorkommen des Eremiten keinesfalls ausgeschlossen werden!“ (S.82)
CDU/FDP und SPD möchten mögliche Preissenkungen für Strom und Gas ab 2014 vermeiden
- Montag, 14. Juni 2010 11:36
- Peter Rosenbaum

In den Jahren 2007 und 2008 wurde falsch kalkuliert, ab 2010 wird getrickst
Höhere Strom- und Gaspreise - als gesetzlich eigentlich zulässig - wurden bereits in Braunschweig in den Jahren 2007 und 2008 mit falschen Kalkulationen der Netzkosten versucht und durch eine Bundesbehörde (Bundesnetz-Agentur) bemerkt und verboten. Bürgerinnen und Bürger fragten sich schon damals, ob die Politiker in den Aufsichtsgremien nur noch für das Wohl von veolia sorgen, anstatt für den Verbraucherschutz.
Nun versucht bs-energy (zu 74,9% Veolia-Tochter, zu 25,1% Stadt), anstehende und erwartete Senkungen der Netz-Entgelte für Strom und Gas zu umgehen, indem getrickst wird.
In der im Finanzausschuss am 10.6.2010 beschlossenen Vorlage wird ausgeführt,
... dass rückwirkend zum 1. Januar 2010 eine Verschmelzung der BS Energy Netz GmbH auf die EN|BS ... vorgesehen ist.
Die Zusammenlegung vermeidet bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen eine sonst zu erwartende weitere Kürzung der Netzerlöse Strom und Gas während der zweiten Regulierungsperiode 2014 bis 2018.
(Zitat aus der Vorlage 10866/10, Hervorhebung vom Autor)
Die zu erwartenden Strom- und Gaspreissenkungen für die Bürgerinnen und Bürger sollen also umgangen werden.
CDU/FDP und SPD stimmten geschlossen zu, die Grünen enthielten sich der Stimme.
Wege zu einer Kultur des Friedens - Die Türkei als Vermittlerin im Nahen Osten?
- Freitag, 11. Juni 2010 11:40
- Friedenszentrum BS
Aus der Veranstaltungsreihe des Friedenszentrums Braunschweig "Wege zu einer Kultur des Friedens" in der Volkshochschule:
(Klicken zum Vergrößern)
Orhan Sat
Die Türkei als Vermittlerin im Nahen Osten?
Donnerstag, 17. Juni, 19:00 Uhr
Speicher der Volkshochschule Haus Alte Waage
Eintritt frei
Die Türkei unter der gemäßigt islamischen Regierung von Ministerpräsident Erdogan hat sich durch ihre aktive Außenpolitik einen guten Ruf als Vermittlerin zwischen den westlichen und den islamischen Staaten erworben. Wegen ihrer guten Beziehungen zu Israel erwarten viele Beobachter von ihr sogar die entscheidende Hilfe im komplizierten Nahost-Konflikt. Zudem nähert sich die Türkei durch ihre Minderheitenpolitik und ihre langjährige Politik des Ausgleichs europäischen Wertvorstellungen an, was ihren EU-Beitritt begünstigen wird.
Orhan Sat, Politologe aus Braunschweig, erläutert ausführlich die aktuelle innen- sowie außenpolitische Situation der Türkei, insbesondere ihre Bedeutung für die Problemlage im Nahen Osten. Abschließend diskutiert er die Frage, wo die Türkei als EU-Beitrittskandidatin heute steht.
