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Stabile Stromversorgung mit erneuerbaren Energien

Dienstag, 19. April 2011 12:28
BINE - Informationsdienst

alt

Virtuelles Kombikraftwerk geht in die zweite Runde

Wie könnte eine sichere und zuverlässige Stromversorgung allein aus erneuerbaren Energien in Deutschland machbar sein? Das soll das neue Forschungsprojekt „Kombikraftwerk 2“ des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) zeigen. Gemeinsam mit neun weiteren Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft werden dazu Wind- und Biogaskraftwerke sowie Solarstromanlagen in Modellen und Feldversuchen über moderne Kommunikationstechniken verknüpft und zu einer virtuellen Einheit mit Kraftwerkscharakter zusammengefasst.

Die wissenschaftliche Fragestellung ist: Was bedeutet der Ausbau erneuerbarer Energien für die heutige Struktur der Stromversorgung, für Übertragungs- und Verteilnetze sowie Energiespeicher. Projektleiter Dr. Kurt Rohrig meint: „Unser Praxistest wird zeigen, dass eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien realistisch ist und dass auch bei Windflaute oder geringem Sonnenschein nicht die Lichter ausgehen.".... Zum Originalbericht von BINE.

ZEIT-Doku - Der Poker um 17 Atommeiler

Dienstag, 19. April 2011 11:41
Uwe Meier


Im Jahr 2000 beschloss die Rot-Grüne Regierung den Atomausstieg. Im Jahr 2010 verlängerte  die CDU/FDP Regierung die Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke. Warum? Die Geschichte einer Kampagne in sechs Schritten lesen Sie hier in einem ZEIT-Dokument.

Rainer Baake müsste sich daran erinnern können, was übrig geblieben ist von dem Tag, an dem sich Deutschland zum ersten Mal gegen die Atomkraft entschied. Aber er erinnert sich an nichts, an keinen großen symbolischen Augenblick, nicht mal an ein Foto.

Übersicht zu diesem Artikel:
  1. Der Poker um 17 Atommeiler
  2. Luxustrips für Politiker
  3. Einzug in die Machtzentrale
  4. Angriffe auf den Minister
  5. Geheimverträge

Was sagt uns das neue Schloss-Museum?

Montag, 18. April 2011 17:05
Gisela Hartwieg

alt

Als hätten wir die Abdankung des Welfen-Herzogs Ernst-August am 08.11.1918 niemals zur Kenntnis genommen: aufgebrachte und hungernde BraunschweigerInnen erzwangen damals den Rücktritt des regierenden Herzogs, womit die Geschichte der welfischen Macht in der braunschweigischen Stadtgeschichte ein für alle mal ihr Ende gefunden hat:

-      Wieso sollen wir Heutigen, demokratisch gewandelt durch die Niederlagen in zwei Weltkriegen und im nachfolgenden Wohlstand heute, im April 2011, den renovierten Pomp der Schloss-Einrichtung hinter der Ottmer-Fassade  bewundern, angeleitet von einer lokalen Jubel-Presse zur feierlichen Eröffnung ?

-     Regen sich da nicht Fragen nach der tatsächlichen Stadtgeschichte, nach dem Wechselspiel von bürgerlicher Macht und herzoglicher Herrschaft, aufeinander angewiesen wie siamesische Zwillinge ?

-     Oder Fragen nach den übrigen Zeugen der Stadtgeschichte, wie sie uns bis heute im Städtischen Museum und im Braunschweigischen Landesmuseum aufbewahrt und zugänglich sind ?

-     Und schließlich die Frage: brauchen wir darüber hinaus ein Schloss-Museum herzoglichen Gepränges, übrig geblieben nach den Zerstörungen des 2.Weltkriegs und aufwendig renoviert von Boreks Gnaden ?

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AKWs abschalten - Aufruf der IG Metall

Montag, 18. April 2011 12:19
Wolfgang Räschke, IG Metall Salzgitter-Peine

alt

Die IG Metall Salzgitter-Peine bittet mit ihrem Flugblatt alle Kolleginnen und Kollegen zur Demonstration am Schacht Konrad am Ostermontag den 25. April. Treffpunkt ist um 13:00 Uhr am Volkswagenwerk Salzgitter, LKW Wache. Dazu auch folgende Empfehlung.

Fritz Bauer - ein Gespräch mit Rose-Marie Ausmeier. Folge 1

Sonntag, 17. April 2011 22:04
Uwe Meier

Es gibt mehrere Möglichkeiten einen Zugang zum großen Juristen und Generalstaatsanwalt in Braunschweig Dr. Fritz Bauer zu finden. Jedoch gibt es nur noch wenige Menschen, um etwas persönliches über ihn zu erfahren, denn Zeitzeugen gibt es kaum noch. Henning Noske schrieb am 23.06.2009 in der Braunschweiger Zeitung "Fritz Bauer, der die Nazi-Verbrecher anklagte, war unser Freund." Dieses sagte ihm Frau Ausmeier, die er damals besuchte und mit ihr ein Gespräch führte.

Frau Ausmeier öffnete ihre Schaalttztruhe voll gepackt mit Fotos und Dokumenten.

 

 

Auch ich machte mich auf den Weg zu Frau Ausmeier, denn sie und ihr Mann waren mit Fritz Bauer befreundet. Er hatte nur wenig Freunde, schon gar nicht in der Justiz, denn das Justizwesen der 50er Jahre war durchsetzt von Nazi-Juristen. Fritz Bauer soll einmal gesagt haben: "Wenn ich mein Büro verlasse, betrete ich Feindesland."

 

 

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Autoritäre Stadt: „Die Mauer muss weg!“

Sonntag, 17. April 2011 16:24
Matthias Bosenick

In einer Nacht- und Nebel-Aktion ließ die Stadt Mitte März die Mauer entfernen, die den kleinen Parkplatz zwischen Güldenstraße, Südstraße und Alte Knochenhauerstraße umgrenzte. Im Volksmund war diese Mauer immer als die „Tandir-Mauer“ bekannt, weil man sich in Monaten ohne R gerne mit einem Erzeugnis der stadtweit beliebten Dönerschmiede auf sie setzte. Doch nicht nur Tandir-Gäste taten dies. An Wochenenden war der gesamte Platz vor allem nachts von jungen Leuten bevölkert, die dort soffen, grölten und allerlei anderes Unflätiges taten, das Anwohner störte und sie selbst gefährdete. Das zumindest sagt Stadtsprecher Rainer Keuneke laut Braunschweiger Zeitung (bzw. newsclick.de) am 25. März. Der Mann betont: „Da sie [die Mauer] häufig zweckentfremdet genutzt wird, besteht latente Unfallgefahr.“

 

Logische Konsequenz: Die Mauer musste weg. Ein kleiner Bordstein ersetzt sie nun. Wer aktuell am Wochenende nachts zum Tandir geht, stellt den durchschlagenden Erfolg dieses blinden Aktionismus fest: Jugendliche hören sofort auf zu existieren, sobald sie anfangen zu grölen, zu saufen und sich sonstwie unfallgefährlich zu verhalten, und das ganz allein deshalb, weil die Stadt eine Mauer entfernen ließ. Danke, liebe Stadt, für dieses Lehrstück in Autorität und Dialogführung. Darauf gehe ich mit allen bekehrten Jugendlichen einen heben. Nachts, grölend und auf dem Parkplatz am Tandir, wie all die anderen Jugendlichen. Denn auch auf Bordsteinen kann man bequem sitzen.

 

 


Kommentare   
 
0 #1 Schimm 2011-04-20 02:24
Vielleicht denkt man auch mal an die Leute, die dort wohnen....! Haben die keine Rechte mehr?
Schade, dass man das so einseitig sieht.
 
 
 

Atomstrom in Braunschweig

Samstag, 16. April 2011 13:07
Uwe Meier

In Braunschweig wird Atomstrom über BS/Energy verkauft! VEOLIA ist mit der französischen Atomindustrie eng verflochten. Seit dem Verkauf unserer Stadtwerke durch den OB Dr. Hoffmann mit Unterstützung von CDU, FDP und SPD an den französischen Konzern VEOLIA, bezieht BS/Energie Atomstrom aus Frankreich. Damit wird Braunschweig mitverantwortlich für die Atompolitik.

Erhebliche Kritik rief seinerzeit der Verkauf der Stadtwerke in der Bevölkerung hervor. Eines der zahlreichen Argumente war der Verlust der Einflussnahme auf die städtische Versorgung. Dem wurde von OB Dr. Hoffmann widersprochen, indem er auf seinen Vorsitz im Aufsichtsrat verwies und die Möglichkeit der Einflussnahme über die verbliebenen 25,1 % im städtischen Eigentum.

Die Fraktion DieGrünen/Bündnis90 im Rat der Stadt schrieben nun einen Brief an OB Dr. Hoffmann und gleichlautend an den Vorstandsvorsitzenden Francis Kleitz und stellten drei wichtige Fragen.

Eichhörnchen speist beim Atomriesen

Samstag, 16. April 2011 12:42
Uwe Meier

Die französische Anti-Atom-Aktivistin und Kletterkünstlerin Cecile Lecomte, dinierte auf Einladung der Sonntaz in dem Osnabrücker Sternerestaurant "la vie", das dem Vorstandsvorsitzenden des Atom-Konzerns RWE, Herrn Jürgen Grossmann gehört. Normalerweise ernährt sich Frau Lecomte aus der Mülltonne und gelegentlich über die Volxküche. Lesen Sie hier den Bericht aus der Sonntaz.

alt

Die ungewöhnliche Cecile Lecomte wohnt in Lüneburg in einem Bauwagen. Kaum eine politische Aktion gegen die Atomenergie an der sie nicht mit ihren Kletterkünsten beteiligt ist. Das endet oft vor Gericht, wo sie sich gegen Betriebstörungen im Bahnverkehr, Hausfriedensbruch und weiteres mehr zu verantworten hat.

Frau Lecomte ist auch in Braunschweig nicht unbekannt. War sie doch im November 2008 für vier Tage in der Polizeidirektion Braunschweig in einer Zelle in Gewahrsam - vorbeugend, weil man Straftaten befürchtete. Das rief seinerzeit Proteste hervor und hatte eine aufsehenerregende Zellenbegehung zur Folge. Braunschweig-spiegel berichtete darüber.

Asse strahlt so stark wie nie

Freitag, 15. April 2011 12:11
Simone Leunig

alt

Neue Messungen bestätigen die Sorgen um die Sicherheit in der Asse.

Bei der geplanten Rückholung des Atommülls aus der Asse ist offenbar größte Eile geboten: In dem Atommülllager bei Wolfenbüttel ist die Radioaktivität vor einer Einlagerungskammer stark gestiegen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) maß in einem alten Bohrloch vor der Kammer 12 eine Aktivität von 240.000 Becquerel Cäsium 137 pro Liter, wie der Sprecher des Asse-Betreibers, Werner Nording, am Donnerstag mitteilte. Der Wert liege damit 24 Mal höher als die erlaubte Freigrenze von 10.000 Becquerel.

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Braunschweig jetzt mit Schlossmuseum

Freitag, 15. April 2011 10:41
Kristine Schmieding

Am 9. April wurde nun endlich das Schlossmuseum eröffnet, dass die Verantwortlichen von dem Trauma befreien soll, lediglich ein Kaufschloss gebaut zu haben: „Kein Kaufhaus, sondern echte Schlossatmosphäre in wiederaufgebauter Welfenresidenz“ heißt es dazu in der städtischen Pressemitteilung. Und weiter: „Jeder kann sich jetzt davon überzeugen: Hinter der originalgetreu rekonstruierten Schlossfassade befinden sich auch originalgetreu rekonstruierte, prächtige Räume und vor allem: viel Kultur und nur wenig Kommerz." Obwohl nun „auf rund 700 Quadratmetern wieder echte Schlossatmosphäre erlebbar geworden“ ist, hat dieses Ereignis nur ein mageres und regionales Medienecho gefunden.

 

alt

 

Unter der Überschrift „Konjunkturpaket Thronsaal“ wird in dem lesenwerten Beitrag von TAZ.nord das neue Museum etwas anders beschrieben: „Die Räume aber, in denen diese Versatzstücke nun drapiert sind, wurden frei erfunden: Ein Berliner Architekturbüro für Denkmalpflege und eine - aufgabengerecht selbst adelige - Innenarchitektin aus Stuttgart haben eine so nie da gewesene Enfilade ersonnen, eine Flucht von Räumen, als deren End- und Höhepunkt der auferstandene Thronsaal Herzog Wilhelms dient. Das Ganze wird verkauft als "Raumkunstmuseum", dessen Aufgabe ein "Raumerlebnis" ist, das zur "Stärkung der braunschweigischen Identität" beitragen soll - von seriöser Ambition musealer Geschichtsvermittlung also keine Spur“.

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