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Antibiotika in Megaställen stoppen!

Auf engstem Raum tausende Hühner, Rinder und Schweine zusammenpferchen - das funktioniert nur unter massivem Einsatz von Antibiotika. So werden Megaställe zu Brutstätten für Antibiotika-resistente Keime. Über Fleisch, Eier und mit Gülle gedüngtem Gemüse, landen sie auf unseren Tellern. Eine der Ursachen für eine große Gefahr: Durch Krankheitserreger, gegen die kein Antibiotikum mehr hilft, sterben laut Weltgesundheitsorganisation in der EU jährlich mehr als 25.000 Menschen!

Den Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung reduzieren - das verspricht Agrarministerin Aigner mit ihrem neuen Arzneimittelgesetz. Doch der heute vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf ist völlig zahnlos. Selbst ein Ziel zur Verringerung der Antibiotika-Vergabe fehlt. Jetzt muss der Agrarausschuss des Bundestags das Gesetz verschärfen. Die Abgeordneten werden sich aber nur mit der Agrarlobby anlegen, wenn sie den Rückhalt von unzähligen Bürger/innen wie Ihnen spüren. Deshalb wollen wir mindestens 100.000 Menschen hinter unserem Appell versammeln.

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell!

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Markus Henn zur Spekulation mit Lebensmitteln

Das FAZ-Essay „Die Moral der Agrar-Spekulation“ des Wirtschaftsethikers Ingo Pies hat sowohl in der Öffentlichkeit, als auch unter Ökonomen, hohe Wellen geschlagen. Am 5.9 ist auch der Braunschweig-Spiegel in Anlehnung an die Nachdenkseiten auf diesen Text eingegangen. Als inhaltliche Ergänzung und Überblick zum aktuellen Stand der Wissenschaft lesen Sie die heute die Stellungnahme von Markus Henn, der sich für die Organisation WEED sehr ausführlich mit dem Themenbereich „Spekulation mit Lebensmitteln“ beschäftigt hat. Hier die Ausführungen von Markus Henn auf den Nachdenkseiten.

Zu diesem Thema wird auf die Veranstaltung hingewiesen, die der DGB durchführt. Der in dem Artikel angesprochene Markus Henn wird am 24.09. um 19:00 Uhr einen Vortrag im DGB-Haus in der Wilhelmstraße im Rahmen der Ausstellung zum Landraub halten.

Foto: Bettina Stolze  / PIXELIO

Flassbeck und Spiecker zur EZB-Entscheidung

Eine Wertung von Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker mit einer respektablen Rede zur Eurokrise mit ihren Hintergründen).

EZB Entscheidung: In die richtige Richtung, aber mit dem falschen Vorzeichen

von Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker für Nachdenkseiten.de, 7.9.2012

Schade, so vertut man eine entscheidende Gelegenheit: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Prinzip mit der Entscheidung, massiv, ja sogar unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen, einen großen Schritt in die richtige Richtung getan, aber sie tut es unter Konditionen, die, wie schon beim letzten Mal, den Misserfolg des Programms vorprogrammieren. Das ist tragisch, wird das in einem oder zwei Jahren doch all denen in Deutschland scheinbar Recht geben, die, wie die Bundesbank, mit dieser „Monetisierung der Staatsschulden“ das Ende der Welt heraufziehen sehen.

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Agrarpreisspekulation: Antwort auf einen FAZ-Artikel von Wirtschaftsethiker Ingo Pries

Übernommen aus den Nachdenkseiten von Jens Berger

"Lebensmittelspekulation: Wenn Wirtschaftsethiker der Unmoral das Wort reden

Die FAZ überrascht ihre Leser in steter Regelmäßigkeit im Positiven wie im Negativen. Zur letzteren Kategorie gehört zweifelsohne das Essay „Die Moral der Agrar-Spekulation“ aus der Feder des Wirtschaftsethikers Ingo Pies. Offensichtlich hat sich der Autor dabei das Ziel gesetzt, Spekulationen auf Lebensmittelpreise den Stempel der moralischen Unbedenklichkeit zu geben. Um zu diesem, für einen Wirtschaftsethiker doch überraschenden Schluss zu kommen, bedient sich Pies allerlei Tricksereien und argumentiert zwar aus rhetorischer Sicht höchst interessant, dafür aber aus ökonomischer und schlussendlich auch moralischer Sicht reichlich abstrus." Weiter auf den Nachdenkseiten.

Foto: Bettina Stolze  / PIXELIO

Zu diesem Thema wird auf die Veranstaltung hingewiesen, die der DGB durchführt. Der in dem Artikel oben verlinkte Markus Henn wird dort am 24.09. um 19:00 Uhr einen Vortrag halten.

"BIO" reicht nicht - Glaubwürdigkeit ist gefragt

 

Ungarisches Wollschwein Foto: Stephan A. Lütgert / PIXELIO

 

Nein, die Landwirtschaft ist nicht ins Gerede gekommen. Über diese wird schon immer geredet - und das zu Recht. Denn schließlich geht es um gesunde Nahrungsmittel, ausreichende Ernährung für alle und um ein nachhaltiges Wirtschaften im Sinne des Brundtland-Berichts von 1987, also des Sustanzerhalts für kommende Generationen.

Mit dem Film "Wie billig kann Bio sein?" wird die Bio-Branche in der Landwirtschaft an den Pranger gestellt. Und das ist richtig so. So wie die konventionelle Landwirtschaft hat auch die Bio-Landwirtschaft ihre Skandale, denn beide wirtschaften auf der Grundlage der Marktgesetze und die verleiten insbesondere im Zeitalter des Ökonomismus auch zum Betrug.

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Was kommt nach dem Wachstum?

Akademie im Klosterforum

Donnerstag, den 06. September 2012 19:00 - 21:00
Eintritt frei, Spenden willkommen

Der Klimawandel, Schuldenkrisen, die Verknappung jener Ressourcen, auf deren kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte, sowie die Befunde der Glücksforschung verdeutlichen, dass die „Wachstumsparty“ vorbei ist. Folglich sind die Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten.
Dafür braucht es „Pioniere des Wandels“. Die aus England kommende Transition Town Bewegung und ihre Suche nach gemeinsamen, ressourcenschonenderen Lebensweisen steht dafür. Ist diese Bewegung ein Weg, die oft diffusen und vereinzelten Ambitionen für eine Welt, die nicht auf Wachstum basiert, aufzugreifen und als wirksamer Initiativ-Akteur vor Ort zu etablieren und zu stärken?

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Schuldenabbau – ein Braunschweiger Erfolgsmodell?

Die Stadt Braunschweig verkündet in einer Pressemitteilung von heute (21.08.2012) [1], sie habe 2011 in Niedersachsen prozentual die meisten Schulden abgebaut – ein „Ergebnis zehn Jahre langer harter Arbeit“.

Wie die Stadt weiter mitteilt, wurden dabei die „Erlöse aus Privatisierungen vor allem zum Schuldenabbau verwendet“.

Ratsherr Jens-Wolfhard Schicke-Uffmann (Piratenfraktion) kritisiert, dass die Stadt durch ihren Privatisierungskurs langfristig eher Nachteile entstehen werden: „Die Stadt hat zwar durch die Privatisierung Zinsen gespart, aber auch massiv Einnahmen verloren. Vermutlich sogar mehr als letztlich an Zinsen gespart wurde.“ Weiterhin kritisiert Schicke-Uffmann, dass durch PPP-Projekte anstatt Schulden langfristigeZahlungsverpflichtungen in Kauf genommen wurden. „Diese Zahlungsverpflichtungen sehen zwar besser aus, wenn man die Kreditsumme betrachtet. Aber letztlich zahlt die Stadt morgen für die Ausgaben von heute – genau wie bei Krediten.“

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DGB-Ausstellung: "Landraub: Profit - Macht - Hunger"

Programm zur Ausstellung Landraub! 12.09. - 27.09.2012

DGB Haus Braunschweig • W ilhelmstraße 5 • geöffnet Mo - Fr, 08 - 18 Uhr

Die große Jagd nach Land: LANDRAUB! ist ein Projekt der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Mit einer Ausstellung bringt der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) das Thema „Landgrabbing“ in die Öffentlichkeit. Die Ausstellung thematisiert den aktuellen Run auf Ackerland in Entwicklungsländern mit seinen Folgen für die Ernährungssicherung und zeigt globale Zusammenhänge auf. Welche Gefahren bergen Landkäufe im großen Stil für die ländliche Bevölkerung in Entwicklungsländern? Was haben wir mit diesen Landkäufen zu tun? Was ist zu tun?

Flyer

 

Das Internationale Jahr der Genossenschaften

"Die Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften (IYC) ausgerufen, um auf die weltweite Bedeutung von Genossenschaften aufmerksam zu machen und ihre Rolle für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung fast aller Länder zu betonen. In Deutschland wird die Kampagne unter dem Thema „Genossenschaften - ein Gewinn für alle“ vom Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) koordiniert. Das IYC ist ein Zeichen für das wiedererwachte Interesse am Genossenschaftsmodell - was nicht verwunderlich ist in einer Zeit, in der die Exzesse des Finanzkapitalismus die Weltwirtschaft an den Abgrund treiben, und wo die Gier Einzelner tausende Mitbürger ins Elend stürzt. Die Menschen suchen nach einer menschlicheren Art Geschäfte zu machen; dies kann die Genossenschaft leisten."

Lesen Sie Gegenblende: "Die Genossenschaft - der Mensch im Mittelpunkt"

 

Foto: © Hofschläger, pixelio.de

 

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