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150 Jahre Neuerkerode: "Die Köpfe barrierefrei machen"

Rüdiger Becker über das Behindertendorf Neuerkerode

Reizthema Inklusion - ein Gespräch mit Rüdiger Becker, Direktor der Ev. Stiftung Neuerkerode. Neuerkerode ist ein Dorf mit gut 700 allesamt mehr oder weniger geistig behinderten Bewohnern. Zum 150. Jubiläum wünschte sich der Leiter und Pastor Rüdiger Pecker, statt eine Festschrift einen Graphic.

Zum Comic und anschliessend das Interview bei "aspekte" (ZDF) mit Raul Krauthausen über Inklusion

Nach zweijähriger Recherche in Neuerkerode wagt der Zeichner und Autor Mikael Ross mit seiner neuen Graphic Novel Der Umfall einen Perspektivwechsel, und erzählt aus Noels Sicht von den Tiefschlägen und Höhenflügen eines jungen Mannes mit geistiger Behinderung.

Zum Inhalt des Comic´.

EIn Comic über Behinderte? Das fehlte gerade noch. Genau. "Der Umfall" führt in die Welt von Noel, den Kinderschuhen entwachsen, leider hat er gerade seine 'Mumsie' nach einem Schlaganfall verloren. "Mumsie schläft im Bad auf dem Boden. Schlafen tut man aber im Bett!" Noel landet per Vormund in Neuerkerode - ein Dorf in der niedersächsischen Pampa. Das gibt es wirklich - wie auch seine gut 700 "Bürger", und die sind allesamt mehr oder weniger geistig behindert. Schauplatz von "Der Umfall": Die Stiftung Neuerkerode – eine "Einrichtung", wie man so etwas gerne nennt. Diese, vorbildliche ihrer Art, gibt es schon seit 150 Jahren. Zum Jubiläum hatte ihr Direktor keine Lust auf die üblichen Festreden - und wünschte sich stattdessen eine Graphic Novel. Er fand den Zeichner Mikael Ross. Dieser lebte zeitweise selbst in Neuerkerode – und so entstand ein Buch, das Seite für Seite in eine seltsam-zauberhafte Welt führt, erlebt und gesehen mit den Augen von Noel. Ein, wenn man so will, sinnlicher Beitrag zum derzeitigen Reizthema Inklusion. Fernab einer dokumentarisch-wohlfeilen Lektüre entstand eine Love-Story in einem sehr besonderen Kosmos – alles andere als politisch korrekt und deshalb vergnüglich. "Normal" zu sein ist dabei kein Handicap.

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