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Öffentliche Fachtagung zu NS-Medizinverbrechen

Lebensunwert, krank, unheilbar ungesund. Auch Braunschweigs BürgerInnen haben zwischen 1933 und 1945 kaum bemerkt, darüber hinweg gesehen oder gar protestiert, wenn Menschen und Nachbarn aus ihrer Mitte „abgeholt“ und ermordet wurden, weil diese in der Ideologie der von ihnen selbst gewählten Henker als „abnorm“ oder „volksschädlich“ galten. Die Betroffenen wurden kastriert, sterilisiert, als Versuchskaninchen missbraucht oder einfach nur umgebracht. Der Zynismus, der ins allgemeine Volksbewußtsein mündete, fand seine honigmilde Verklärung hinter dem schönen Wort „Euthanasie“ – als eine gute Tat gegenüber den Lebensunwerten, die die Gesellschaft nun endlich von ihrem irdischen Dasein erlöst hat.

73 Jahre nach Ende des Dritten Reichs nimmt sich die Stadt Braunschweig des Themas an. Die Fachtagung „NS-Medizinverbrechen und kommunale Gesundheitspolitik“ findet am Freitag, von 10 bis 16 Uhr, im Altstadtrathaus statt. Die Veranstaltung ist öffentlich. Den Programmablauf finden Sie hier

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