Drei Klassen im Stadion
- Dienstag, 04. Januar 2011 21:12
- Wolf Nehmiz
Am 17.12.1835 nahm der erste Eisenbahnzug in Deutschland mit drei Personenwagen seinen Betrieb zwischen Nürnberg und Fürth auf. Die Einteilung in Wagenklassen war standes- und zeitgemäß: Drei Wagen - drei Klassen. Der Wagen der dritten Klasse besaß kein Dach, keine Türen und Abteile mit 8 bis 10 Sitzplätzen. Demgegenüber war der Wagen der zweiten Klasse mit einem Segeldach, Türen und einem verbreiterten Sitzabstand ausgestattet. Der Wagen der ersten Klasse schließlich konnte mit Glasfenstern, kostbarer Verkleidung und vergoldeten Türgriffen glänzen.
175 Jahre später sollen die Braunschweiger in einer Bürgerbefragung darüber entscheiden, ob das Eintracht-Stadion umgebaut werden soll. Auf der Westtribüne werden - bei Zustimmung durch die Bürgerbefragung - im Wesentlichen drei gänzlich voneinander getrennte Bereiche entstehen: Ganz unten die Plätze für den einfachen, drittklassigen Eintracht-Fan, darüber der sog. Businessbereich für Sponsoren und Ehrengäste, und ganz oben die VIP-Logen. Selbstverständlich werden die Sponsoren eine gehobene Gastronomie und auf vielen Plätzen einen verbreiterten Sitzabstand vorfinden. Für die 19 VIP-Logen, in denen sich jeweils 12 VIPs angemessen aufhalten und bewirten lassen können, ist die Verglasung schon fest eingeplant. Nur die kostbare Verkleidung und die vergoldeten Türgriffe sollen die VIPs nach den Plänen der Stadt selber mitbringen. Allerdings kosten die "nackten" VIP-Logen und die Sponsoren-Plätze trotzdem 4 Mio. € und damit deutlich mehr als ein Viertel der Gesamtkosten (14,5 Mio. €).
Hinweis: Bei den oben genannten Kosten hatte sich leider ein Fehler eingeschlichen. Der Betrag von 4 Mio. € setzt sich aus den Kosten für die VIP-Logen (1,9 Mio. €) und den Kosten für die Sponsoren-Plätze (2,1 Mio. €) zusammen, nicht - wie ursprünglich beschrieben - alleine aus den Kosten für die VIP-Logen. Ich bitte, den Fehler zu entschuldigen.
Die Schweinebärmannbar
- Mittwoch, 05. Januar 2011 00:06
- Claudia Sonntag
Kulturtipp zum Wochenende:
Die Schweinebärmannbar, das ehemalige Kino in der Wendenstraße 60 in Braunschweig, präsentiert zusammen mit Soundschwester eine heiße Nacht im kalten Januar: Wilder Polkabeat, grooviger Soul und dreckiger Indierock heizen den Saal auf. WILD & TANZBAR findet statt am Samstag, 08.Januar 2011, und ist der beste Auftakt für ein gutes neues Jahr! Der Eintritt beträgt 3 Euro.
Erst das Huhn und dann das Ei
- Donnerstag, 06. Januar 2011 17:56
- Uwe Meier
Erinnern Sie sich noch? 10 Jahre ist es her mit dem BSE-Skandal, als die Pflanzenfresser und Wiederkäuer ihre Artgenossen zu fressen bekamen. Alles sollte besser werden. In der Krise musste gehandelt werden, denn der Rindfleischumsatz ging um 30 % zurück.

Wenn das der einzige Skandal im System intensive Tierproduktion gewesen wäre, könnte man sich zufrieden zurücklehnen. Leider ist es nicht so. Skandale reihen sich wie an einer Perlenkette auf. Ob verbotene Masthilfsstoffe, Antibiotika, Farbstoffe oder Dioxine mit diffusen oder konkreten Quellen. Nicht zu trennen davon ist die oft skandalöse Tierhaltung über die braunschweig-spiegel schon öfter berichtet hat (siehe auch Info und Unterschriftenliste auf der rechten Seite). Es wächst nur noch Kilo Lebendgewicht pro Zeiteinheit - es wächst kein Tier mehr. Heute ist es die kürzlich von der TiHo Hannover bestätigte quälerische Hühnerhaltung oder Putenmast und morgen wieder die Schweinehaltung auf engstem Raum. Es wird kein Ende nehmen.
Natürlich wird im derzeitigen Eier-Dioxin-Skadal wieder rigoros durchgegriffen. So etwas darf nicht vorkommen, Riegel müssen vorgeschoben werden, Rück(grad)haltlose Aufklärung steht an usw. usw. Natürlich müssen mehr Kontrollen her.
Wie unproblematisch die Politik das sieht, beweist die Berufung von Frau Grotelüschen durch unseren derzeitigen Bundespräsidenten - die kurzzeitige ehemalige Agrarministerin in Niedersachsen und lupenreine Lobbyisten. Mit Skandalen rechnet man anscheinend, die sind eingepreist und zudem sind sie billiger als eine Änderung der Verhältnisse in der intensiven Agrarwirtschaft. Den Rest Skepsis im Verbraucher- und Wahlvolk bügelt dann die Propaganda der Lobbyisten platt.
Nach foodwatch wären Dioxinskandale vermeidbar. foodwatch hat schon 2005 einen ausführlichen Report zum Thema Futtermittel veröffentlicht und gezeigt: Mit wenigen gezielten Mitteln könnten sichere und gute Futtermittel garantiert werden.
Bleibt noch die Frage nach der freiwilligen Qualitäts-Zertifizierung des Futter-Fettpanschers: Die Harles & Jentzsch GmbH wurde rezertifiziert nach den Qualitätssicherungssystemen DIN EN ISO 9001:2008 und HACCP-Konzept, GMP+ B2 und QS. Hier die Zertifikate, die nach der Bereitstellung hier gelöscht worden sind. Näheres siehe unten:
Zertifikat ISO9001:2008
Zertifikat GMP+ B2
Zertifikat HACCP
Zertifikat QS
Die vier oben angegebenen Zertifikate der Firma Harles & Jentzsch sind vergangene Nacht aus dem Netz genommen worden. Diese Links sind also nicht mehr aktiv. Die Zertifikate waren von der DEKRA ausgestellt worden.
Zertifikate haben das Ziel, in der Öffentlichkeit und Geschäftspartnern gegenüber deutlich zu machen, dass die Aktivitäten des zertifizierten Unternehmens nach bestimmten Standards, die über den Gesetzesnormen liegen, überprüft sind. Sie sollen das Handeln von Unternehmen transparent zu machen und verdeutlichen, dass sich das Unternehmen an höheren Wertmaßstäben orientiert als es die Gesetze vorschreiben. Hier die Links, die auf die Qualitätsstandards hinweisen:
GMP-Zertifizierung für Futtermittel GMP+B2
Qualitätsmanagement nach International Standards Organisation ISO 9000
Aufruf zur Demo: Haben Sie Dioxin im Essen satt?
- Freitag, 07. Januar 2011 12:10
- Heiner Schrobsdorff
Dann auf zur Demo für eine neue Agrarpolitik am 22. Januar in Berlin! Liebe MitstreiterInnen, der erneute Dioxin-Skandal in der industriellen Massentierhaltung zeigt, dass die Landwirtschaft sich immer mehr zu einer Agrarindustrie entwickelt. Dies müssen wir jetzt stoppen. Lassen Sie uns während der Grünen Woche, wenn Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner zum "Davos der Landwirtschaft" die Agrarminister und Agrarindustrie aus der ganzen Welt zu Besuch hat, ein deutliches Zeichen für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte setzen. Wir haben diese Agrarpolitik satt! Wir wollen eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft. Nur die schützt uns vor Skandalen der Agrarindustrie.
Auf nach Berlin zur Demo am Samstag, den 22.01.! Start 12 Uhr, Hauptbahnhof Berlin. Unser Mobilisierungsvideo zur Demo ist ab sofort online. Schauen Sie sich die aufgescheuchten Hühner an, die sich auch zur Demo nach Berlin aufmachen. Wenn der Hühnerspot Ihnen gefallen hat, schicken Sie den Link doch bitte weiter, so dass möglichst viele Menschen davon überzeugt werden, an der Demo teilzunehmen! Vernetzen Sie sich mit "Wir haben es satt" auf Facebook und Twitter. Es haben schon einige satt! Zur Demo rufen mittlerweile über 80 Organisationen, Initiativen und Betriebe auf; schon mehr als 30 Busse haben sich für die Demo aus ganz Deutschland angekündigt. Wenn Sie noch eine Mitfahrgelegenheit zur Demo suchen, dann gehen Sie auf unsere Homepage.
Eichhörnchen vor Gericht
- Samstag, 08. Januar 2011 07:15
- Uwe Meier
Die Französin Cecile Lecomte wohnt in Lüneburg in einem Bauwagen. Kaum eine politische Aktion gegen die Atomenergie an der sie nicht mit ihren Kletterkünsten beteiligt ist. Das endet oft vor Gericht, wo sie sich gegen Betriebstörungen im Bahnverkehr, Hausfriedensbruch und weiteres mehr zu verantworten hat. Die Prozesse führt sie in der Regel ohne juristischen Beistand. Wie sie das macht, lesen Sie heute in der TAZ.
Eine ungewöhnliche Frau ist Cecile Lecomte, die auch in Braunschweig nicht unbekannt ist. War sie doch im November 2008 für vier Tage in der Polizeidirektion Braunschweig in einer Zelle im Gewahrsam - vorbeugend. Braunschweig-spiegel berichtete darüber.
Heute: Wild & Tanzbar + weitere Termine
- Samstag, 08. Januar 2011 11:02
- Matthias Bosenick
Termine für Braunschweig:
- heute: Wild & Tanzbar in der Zum Schweinebärman Bar + weitere Veranstaltungen dort
- Sound On Screen im Universum & Café Riptide sowie weitere Riptide-Termine
- Bumsdorfer Auslese in der KaufBar
- Axel Klingenberg im Guten-Morgen-Buchladen
- Poetry Slam im LOT-Theater
- Veranstaltungen im Nexus
- Termine in Wolfsburg
Vertrauen in die Wahrheitssuche
- Sonntag, 09. Januar 2011 15:31
- Uwe Meier
In wohltuender Sachlichkeit berichtet Frau Obi-Preuß in der „neue Braunschweiger“ am 09.01.2011 über den schrecklichen Unfall, den ein Polizist und Fahrer eines Polizeifahrzeugs verursacht hat. Sachlich berichtet sie auch über die darauf folgende Demonstration und die Reaktionen darauf. Der Artikel ist hier nachzulesen; der Sachverhalt muss an dieser Stelle nicht nochmals dargestellt werden. Die Ergebnisse der Ermittlungen durch Polizei und Staatsanwaltschaft bleiben abzuwarten.
Selbstverständlich schlagen die Emotionen hoch. Zu Recht, denn schließlich ist ein Mensch durch einen Polizisten äußerst schwer verletzt worden, wo doch die Polizei die Pflicht hat Menschen zu schützen. Sie hat vom Staat das Gewaltmonopol übertragen bekommen und die Menschen müssen sich auf ihr rechtmäßiges Handeln immer verlassen können.
Bildungsoffensive gegen Neonazi-Aufmarsch
- Montag, 10. Januar 2011 01:30
- Ingeborg Gerlach
Zum Bericht in der Braunschweiger Zeitung vom 7. 1. 2011
Im Prinzip ist die Idee gut, mit einer Vortragsreihe Aufklärung über den alten und den neuen Nazismus zu verbreiten. Aber abgesehen davon, dass die „Hauptakteure“ nicht daran teilnehmen werden: Die Vortragsreihe findet, zwar öffentlich, doch halb versteckt, im „Institut für Braunschweiger Regionalgeschichte“ am Fallersleber Torwall 23 statt. Waren Landesmuseum oder DGB nicht bereit, ihren ehemaligen Chefs größere, zentral gelegenere Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen?
Der Allgemeine Konsumverein lädt ein
- Montag, 10. Januar 2011 13:36
- Anne Mueller von der Haegen

Der Allgemeine Konsumverein blickt auf ein Jahr, das wir mit ERFORSCHUNG DER WELT - WELTSICHTEN überschrieben haben. Der Blick auf Menschen, das Hören des Inneren, das Ordnen der Bilderflut, die Reflexion der Warenwelt, die Expedition in die Natur, das Sehen auf die Bewegung sind die Stichworte unserer Reihe mit sechs unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten: Bewegte Bilder im Daumenkino, Töne eines Land-Art-Künstlers, Malerei im Raum, fotografische Objekte, Installation – Apparaturen, Zeichnungen, Logbücher eines Künstlerforschers, kinetische Skulptur und Projektion sind die Medien, mit denen sich unsere Sicht auf die Welt verändern kann.
Wir werden Volker Gerling aus Berlin, Carl Vetter aus Hamburg bzw. Salzwedel, Thomas Bartels aus Braunschweig, Jörg Mandernach aus Stuttgart, Petra Weifenbach aus Köln und Hartmut Stockter aus Kopenhagen zu Gast haben.
„Erforschung der Welt - Weltsichten“ ist eine Ausstellung, die sich fast über das ganze Jahr erstreckt. Sie wird unterbrochen durch die ShortCuts im ersten Quartal, mit denen wir zwei Künstler aus dem Braunschweiger Künstlerhaus - Hans Piene und Gerhard Scharnhorst - vorstellen, und durch kunst…hierundjetzt - das Kunstfest der offenen Ateliers im Oktober, dem Kooperationsprojekt mit der Stiftung NordLB-Öffentliche.
Hier finden Sie das ausführliche Programm des ersten Quartals.
"1, 2, 3, ..."
- Dienstag, 11. Januar 2011 09:57
- Karl Fr. Eckhardt
In der Folge des schweren Unfalles am Braunschweiger Hauptbahnhof, in welchem ein Polizeifahrzeug, in falscher Fahrtrichtung fahrend, einen Lehrer überfuhr und schwer verletzte, gab es viel Kritik. Kritik gab es vor allem an einem Flugblatt, in welchem der Katastrophe und dem Grauen mit einem Kinderreim begegnet wurde (der niedersächsische Pessimist Wilhelm Busch trieb dies rhetorische Verfahren zu literarischer Blüte). Kritik gab es mehr noch an Ratsfrau Heiderose Wanzelius von der BIBS, welche als Privatperson in der Folge eine Demonstration zwar nicht organisierte, aber anmeldete und damit die volle Verantwortung für die Veranstaltung übernahm.

(Flore Bedelo bei der Auflösung der Demonstration, die vom Hauptbahnhof zum Rathaus führte)
- Carsten Müller (CDU) sprach von einer "Vorverurteilung der Polizei", einer "Geschmacklosigkeit sondergleichen", einer "Schande", Wanzelius mache sich zum "Sprachrohr von Leuten, die unsere Polizei durch Wort oder Gesten beleidigen", was von mangelndem "Respekt vor dem Rechststaat und seinen Prinzipien" zeuge. Außerdem ermuntere sie damit "andere zu Beleidigungen".
- Manfred Pesditschek (SPD) sprach von "übler Stimmungsmache gegen eine Berufsgruppe, die unter schwierigen Umständen für unsere Sicherheit sorgt."
- Ralph-Herbert Meyer (CDU) sprach von einer "Verhöhnung des Opfers". Der Unfall werde "aufs Schändliche ins Lächerliche gezogen", was "Verantwortungs- und Geschmacklosigkeit" bewiese und "plumpe Hetze" sei.
- Und Innenminister Uwe Schünemann (CDU) verurteilt, Ralph-Herbert Meyer folgend, die "Ratsfrau" wegen dieser "Verhöhnung des Opfers", wo sie doch "eine besondere Verantwortung" habe.
Der Braunschweig-Spiegel bat Heiderose Wanzelius, die Rede, die sie an der Demonstration hielt, für eine Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen:
"Viele kleine Leute, die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern",
so lautet eine afrikanische Spruchweisheit. Ich bin zutiefst beeindruckt, wieviele Menschen unserem gemeinsamen Aufruf gefolgt sind, ihrem Gewissen folgend aufzustehen, um ein Signal der Menschlichkeit auszusenden. Es ist demjenigen gewidmet, dessen Namen wir nicht einmal kennen, aber dessen Schicksal uns zutiefst berührt und bewegt hat.
Wir wollen hier und heute ein Zeichen setzen, das ihn, seinen Freunden, die ihn an jenem schicksalshaften Tag begleitet haben, aber auch ganz besonders seinen Eltern gilt. In Bruchteilen von Sekunden hat ein Ereignis ein ganzes Leben aufgewühlt und verändert.
Minister sieht keine Ermittlungsfehler - bei geschlossenen Augen
- Mittwoch, 12. Januar 2011 15:07
- Andreas Matthies
Einige Überlegungen zu den Aussagen des Innenministers von Niedersachsen in der Ausgabe der BZ vom 11.01.2010:
- Herr Schünemann sagt, wenn man die Untersuchung des Vorfalls vom 20.12.
einer anderen Polizeidienststelle übertragen hätte, hätten die
Untersuchungen erst Stunden später aufgenommen werden können. Allerdings: die zwei beteiligten Polizisten waren nach Angaben der BZ vom
Mittwoch, 21. Dezember, nach zwei vollen Tagen immer noch nicht
zum Geschehen befragt worden. Da hatten es die Ermittler also gar nicht
eilig. Obwohl doch auf der Hand liegt, dass bei sofortiger
Befragung die Wahrheit eher ermittelt werden kann, als nach einem
Zeitraum von zwei Tagen. "Unbedachte" spontane Äußerungen wird es so nicht mehr
geben, auch ließen sich die Sichtweisen der beiden Beamten besser
synchronisieren. Das kann übrigens schon dadurch geschehen, dass
die beiden mehrmals über ihre Wahrnehmungen und Gefühle sprechen, es muss also
nicht einmal eine bewusste Täuschungsabsicht dahinter stecken. Um
so etwas zu vermeiden, werden Zeugen eben gleich und unabhängig voneinander befragt - normalerweise.
mit Sicherheit selbstbewusst
- Mittwoch, 12. Januar 2011 16:55
- Reinhard Koch
Unter diesem Titel ist eine Arbeitshilfe und Projekt-Dokumentation zum gleichnamigen Präventions-Projekt erschienen. Die Broschüre enthält Informationen und Arbeitsimpulse für die Präventionsarbeit an Schulen. Beigefügt ist auch eine Film-DVD mit drei nachgestellten Film-Szenen, die zur Thematisierung und Sensibilisierung von verschiedenen Situationen im Alltag von Kindern und Jugendlichen genutzt werden können. Die Szenen auf der DVD wurden im Rahmen des Projektes "mit Sicherheit selbstbewusst" mit Kindern aus dem Landkreis Goslar aufgenommen.
Begleitend zum Projekt gibt es hier eine Seite mit Informationen und einem kostenlosen Beratungsangebot.
Die Abgabe der Broschüre ist kostenlos. Der Versand erfolgt gegen Erstattung der Kosten. Weitere Hinweise, auch zum Bestellen, sind hier zu finden (bitte etwas nach unten scrollen). Die Ergebnisse der Evaluation des Kindertrainings, welches innerhalb des Projektes in Vienenburg angeboten wurde, können Sie ebenfalls dort einsehen.
Inhaltsverzeichnis:
"Belastung durch Feinstaub war 2010 so hoch wie noch nie"
- Mittwoch, 12. Januar 2011 17:31
- Kristine Schmieding
So berichtete die Braunschweiger Zeitung am 10. Januar. Das könnte stimmen – auch wenn es am Bohlweg bis zum Abbau der dortigen Messstation im Jahr 2005 meist höhere Werte gegeben hatte. Denn die jetzige Messstelle am Altewiekring (seit 2008) ist viel besser belüftet und die so ermittelten Werte verweisen schon alleine durch diesen Umstand auf deutlich höhere Belastungen in der Innenstadt.

Die Messstation ist allein wegen der Arbeiten der Fa. Bellis an den Altewiekring verlegt worden, dort sollte im Auftrag der Stadt unter weniger schwierigen Bedingungen ein „Umweltorientiertes Verkehrsmanagement“ installiert werden. Im März 2010 wurde über den erfolgreichen Abschluss des Projektes berichtet, durch veränderte Ampelschaltungen und eine teilweise Verlagerung des Verkehrs seien die Feinstaub- und NO2-Werte um 13% reduziert worden.
Skepsis ist angebracht, auch angesichts der dort insgesamt angestiegenen Messwerte. Statt die anvisierten 1 Mio. € für eine Ausweitung dieses Systems auszugeben, sollten endlich wirksamere Maßnahmen zur Reduzierung des Kfz-Verkehrs in der Innenstadt ergriffen werden. Die Einführung von Umweltzonen wird weiterhin empfohlen (Umweltbundesamt kontert dem ADAC). Auch wenn diese z.B. in Hannover noch keine ausreichende Wirkung gezeigt hat - mit mehr schmutzigen Fahrzeugen in der Innenstadt wäre die Belastung logischerweise noch höher gewesen.
Auch in Braunschweig sind dringend andere Wege zur Verminderung der Feinstaub- und NO2-Belastung erforderlich:
Das "Mülleimer-Urteil" von Lüneburg
- Donnerstag, 13. Januar 2011 12:15
- Jörn Halusa
Von Jörn Halusa
"Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstlicher Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein armer Mann mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voller Schwären und begehrte sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; ......" Wie die Geschichte endet, lesen Sie hier bei Lukas 19-25.

Gerichtsurteile mit politischem Geschmack kennen wir seit dem "Rosenbaum-Urteil" auch in Braunschweig. Das Lüneburger Amtsgericht kann das aber noch toppen. Die TAZ berichtet am 12. Januar von einem Gorleben-Aktivisten, der ohne Hartz IV überleben muss und um seinen Hunger zu stillen in einer Mülltonne gegraben hat. Er fand eine Schachtel mit Keksen und verspeiste den Inhalt. Das Problem: Der Inhalt des Müllcontainers gehörte nicht ihm und außerdem hat er Hausfriedensbruch begangen, denn er ist widerrechtlich auf das Grundstück gegangen.
Cecile Lecomte, in Braunschweig wohl bekannt, wollte ihn vor Gericht verteidigen. Das durfte sie aber nicht und so erklomm sie das Gerichtsgebäude. Lesen sie hier den Bericht der TAZ: "Aktivist wegen Mundraub verurteilt - 125 Euro für Kekse aus der Tonne"
Bevor ich es vergesse: Im Untreueprozess gegen den Ex-CDU-Politiker Klaus Landowski und elf frühere Manager, hat die Staatsanwaltschaft Freisprüche beantragt. Die Affäre um riskante Geschäfte führte zu einem der größten Wirtschaftsskandale in Deutschland und trieb die Stadt Berlin in eine noch größere Verschuldung. Wieder einmal wurden die Verluste zu Lasten der Bürger sozialisiert.
Infobrief an Kioskbesitzer warnt vor Nazi-Zeitungen
- Freitag, 14. Januar 2011 00:28
- A. Merges
Pressemitteilung
Das Antifaschistische Plenum und die Jugend Antifa Aktion (JAA) haben sich in den letzten Tagen mit einem Brief an zahlreiche Kioske in der Braunschweiger Innenstadt gewandt und diese aufgefordert Nazi-Zeitungen aus dem Verkauf zu nehmen.
Anlass der Aktion war, dass der Pressegrossist Salzmann sowohl die Zeitschrift "Zuerst!", als auch die "Junge Freiheit" - im Rahmen einer Werbekampagne dieser Zeitungen - unaufgefordert an Kioske ausgeliefert hat.
Einige ZeitungshändlerInnen haben die "Junge Freiheit" und die "Zuerst!" bereits aus dem Verkauf genommen, nachdem wir sie informierten, welche politischen Ziele hinter diesen Zeitungen stehen. Wir fordern Sie dazu auf es ihnen gleichzutun, um rechten Ideologien nicht nicht noch weiter Vorschub zu leisten!", schreiben die AntifaschistInnen.
Braunschweig >> 04. Juni >> Den Naziaufmarsch stoppen!
- Freitag, 14. Januar 2011 13:19
- Bündnis gegen Rechts
Bündnis gegen Rechts plant vielfältige Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 4. Juni. Bereits über 50 Organisationen unterzeichnen Aufruf des Bündnis`
Mit großer Beteiligung, viel Engagement und zahlreichen Ideen startete das Bündnis gegen Rechts bei einem Treffen am vergangenen Donnerstag ins neue Jahr. Die Vorbereitungen zu den Protesten gegen den für den 4. Juni angemeldeten Naziaufmarsch durch die Braunschweiger Innenstadt laufen schon jetzt auf Hochtouren. Weiter zur Pressemitteilungen vom 14. Januar 2011 - und zum Aufruf.
Weitere Aktivitäten und Veranstaltungen sind für die kommenden Monate in Planung.
c/o Carl-von-Ossietzky-Zentrum * Leopoldstr. 23 * 38100 Braunschweig
Infoseite: www.nazi-aufmarsch-stoppen.de.vu* Ticker: www.twitter.com/04juni
Maurice Weiß Duo - "Zigeunermärchen"
- Freitag, 14. Januar 2011 15:38
- Braunschweiger Forum
Literarisch-musikalische Aufführungen:
Das braunschweiger forum lädt im Rahmen einer Ausstellung „Fremd im eigenen Land“ für
Sonntag, den 17.01.2011 um 15 Uhr
zu einer musikalischen Veranstaltung mit dem Maurice Weiß Duo ein. Bernhard Selker wird im Wechsel mit der Musik „Zigeunermärchen“ präsentieren. Für die Führung durch die Sinti-Ausstellung steht der Historiker Boris Erchenbrecher an diesem Nach-mittag zur Verfügung.
Der Veranstaltungsort ist die St. Matthäus Kirche (Herzogin-Elisabeth-Straße 80a).

Heiderose Wanzelius, Vorsitzende des braunschweiger forums.
Atommüll - Steuerzahler tragen Folgekosten
- Sonntag, 16. Januar 2011 01:09
- Simone Leunig
70.000 Tonnen hochradioaktiven Giftmülls sollen im staatlichen Zwischenlager Lubmin eingelagert werden. Ein großer Teil des Abfallsentstand in deutschen Kernkraftwerken, wurde also von den Atomkonzernen produziert. Die Fernsehsendung KONTRASTE deckt exklusiv Verträge zwischen Bund und Energiewirtschaft auf. Sie zeigen, warum die Atomkonzerne ihren Atommüll auf Kosten der Steuerzahler entsorgen können.

In wenigen Wochen rollt er wieder: Der Castor-Transport. Aber diesmal nicht nach Gorleben, sondern in das Zwischenlager bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. Hierhin soll die so genannte Karlsruher Atomsuppe gebracht werden, radioaktiver Müll aus der ehemaligen Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe. Dass der hochradioaktive Atommüll ausgerechnet hier landet, wo er eigentlich gar nicht hin gehört, ist Kalkül - und erspart der Atomindustrie einen Milliardenbetrag. Manka Heise und Chris Humbs zeigen anhand exklusiver Papiere, mit welchen Tricks die Atomindustrie arbeitet. (Filmbeitrag)
Water Makes Money - wird der Film verboten? - Ein Aufruf!
- Sonntag, 16. Januar 2011 18:22
- Stephan Schwarz
Nach der bisher überaus erfolgreichen Verbreitung des Films „Water Makes Money“ In Form von über 200 (Kino)-Vorführungen und mehr als 1000 DVDs, hat der im Film kritisierte französische Konzern VEOLIA in Paris gegen den Film Klage wegen „Verleumdung“ eingereicht. Noch ist nicht klar, was konkret man uns vorwirft. Der Konzern hat dennoch bereits erreicht, dass die französische Staatsanwaltschaft dem Antrag Veolias stattgegeben und einen Untersuchungsrichter bestellt hat. Dieser lässt jetzt mit Hilfe eines auch auf Deutschland ausgeweiteten Rechtshilfeersuchens polizeilich ermitteln.
Gib mir 9!
- Sonntag, 16. Januar 2011 19:01
- Andreas Henze
Fast 30 Gesamtschul-Initativen sind in NDS "unterwegs", um neue Gesamtschulen zu gründen. Wir schreiben Sie deshalb heute an mit der Bitte, das Volksbegehren gerade jetzt (wieder) aktiv zu unterstützen.
Es bleibt nur noch eine kurze Zeit. Bis zum 5. Mai braucht es noch gut 400.000 Unterschriften. Dieses Ziel ist einfach zu erreichen !! - wenn viele, viele Menschen kleine Beiträge dazu leisten - . Insgesamt kann damit ein g r o ß e s Ziel noch erreicht werden !! Zum Beispiel auch mit dieser neuen Kampagne.
Los geht es !
Volksbegehren für gute Schulen
c/o Berliner Allee 18
30175 Hannover
Spendenkonto:
"Bündnis Schulen", Konto: 923028, BLZ 250 905 00, Sparda-Bank Hannover
Gib mir 9!
9 Unterschriften für 9 Schuljahre ab Klasse 5!
Liebe Freunde guter Schulen,
knapp 200.000 wahlberechtigte Niedersachsen haben bislang das Volksbegehren für gute Schulen unterschrieben. Das ist ein beeindruckendes Votum für gute, für bessere Schulen, aber es sind bislang noch zu wenig Unterschriften für den Erfolg des Volksbegehrens! Wir haben noch rund vier Monate Zeit, um die erforderlichen 610.000 Unterschriften bei den Gemeinden einzureichen.
Diese Chance für die Rückkehr zu 13 Jahren Schulzeit müssen wir jetzt noch nutzen, wir dürfen uns mit der aktuellen Situation nicht abfinden!
Demo in Berlin "Wir haben es satt!"
- Montag, 17. Januar 2011 22:40
- Heiner Schrobsdorff
Zur Erinnerung und Einstimmung mit diesem kleinen Film:
Am kommenden Samstag, dem 22.1.2011, findet in Berlin die bundesweit erste große Demonstration gegen eine agrarindustrialisierte Agrarproduktion und Agrarpolitik und für eine faire, bäuerliche und ökologische Landwirtschaft für Bauern, Umwelt, Verbraucher, Tiere und Welternährung statt:

"Wir haben es satt!"
Gegen Gentechnik, Tierfabriken und Exportdumping!"
Die Planung und Ankündigung dieser Demonstration zur "Grünen Woche" war notwendig und überfällig, aber auch mutig. Diese Demonstration darf kein Flop werden, sondern muss ein deutlicher und kräftiger Aufschlag sein für eine rasche und deutliche Veränderung der Agrarpolitik im Kleinen wie im Großen! Der aktuelle Dioxinskandal belegt überdeutlich, dass viel mehr Menschen vernetzt aktiv werden müssen.
Du bist einer von diesen Menschen, auf die es jetzt ankommt!
Aufnahme von Umweltkontaminanten über Lebensmittel
- Dienstag, 18. Januar 2011 10:15
- Uwe Meier

Lebensmittel stehen derzeit aufgrund des Dioxin-Skandals unter besonderer Beobachtung. Neben dieser Belastung vereinzelter wichtiger Lebensmittel durch wahrscheinlich kriminelle Machenschaften, gibt es jedoch auch eine Grundbelastung der Bevölkerung durch potenziell schädliche Stoffe, die auch durch Lebensmittel in den Körper des Menschen gelangen können. Es stellt sich also die Frage, wie viel toxisch relevanter Schadstoffe aus der Umwelt durch unsere Lebensmittel aufgenommen werden. Dieser Frage ging das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen einer Studie (2008-2010) nach.
Im Mittelpunkt der Untersuchungen standen besonders Cadmium, Blei, Quecksilber, PCDD/F und PCB.
Wieder ging ein Park verloren
- Dienstag, 18. Januar 2011 14:47
- Kristine Schmieding
Mit dem Abriss der ehemaligen Öffentlichen Bücherei verlieren wir in Braunschweig eine weitere innerstädtische Grünfläche. Dieser Park war nicht groß, aber eine Oase der Ruhe in der Innenstadt. Auf den schattigen Bänken konnte man sich im Sommer ausruhen, ohne Geld für eine Bewirtung ausgeben zu müssen.

Juli 2008
Darüber hinaus profitierten noch viele andere von dieser Grünanlage: Vögel und sonstiges Getier sowieso, aber auch die Bewohner und Passanten. Abgesehen von dem wohltuenden Anblick wurde Staub aus der Luft gefiltert und die Luftfeuchtigkeit erhöht – was besonders in heißen Sommernächten etwas Abkühlung brachte.
Dass auch kleinere Parkflächen besonders effektiv sein können, haben Wissenschaftler der TU Berlin festgestellt.
Auch der BUND Braunschweig hat sich deshalb für den Erhalt dieser Fläche eingesetzt. Vergeblich, wie man sieht.

Januar 2011
Das Unwort 2010: „alternativlos“
- Mittwoch, 19. Januar 2011 02:42
- Ingeborg Gerlach
Das Unwort des Jahres 2010 ist „alternativlos“. Die Begründung finden Sie hier.
Die englische Premierministerin Maggie Thatcher war es, die das TINA-Prinzip in die Politik brachte:„There Is No Alternative!“ Damit erzwang sie die Einführung des Neoliberalismus, der seitdem als wirtschaftspolitisches Dogma die Köpfe vernebelt. Andere folgten: „Basta!“ erklärte Kanzler Schröder, wenn er seine „Reformen“ durchboxte bis hin zur „Agenda 2010“. (In diesem schicksalhaften Jahr sollte die Arbeitslosigkeit halbiert werden. Statt dessen wurde die Massenarmut verdoppelt.) In den Jahren 2008 und 2009 lernten wir, dass die Rettung der infolge neoliberalen Wirtschaftspolitik gescheiterten Banken „alternativlos“ sei (und der Steuerzahler demgemäß 500 Milliarden und mehr bezahlen müsse).
Dann kam 2010, und es zeigte sich, dass die Stuttgarter Bürger genug hatten von der amtlich verkündeten Alternativlosigkeit. Sie sagten Nein zu den Bahnhofsplänen und versetzten die Republik ins Staunen durch unermüdliche Demonstrationen. Beim Mediationsverfahren zeigten sie Alternativen auf, effektivere, billigere, naturschonendere, nachhaltigere. Ob sie damit zum Zuge kommen werden, wissen wir noch nicht. Aber „die da oben“ wurde belehrt, dass „alternativlos“, vor allem im Zusammenhang mit Großprojekten, nicht länger geschluckt wird.
Wie heißt doch der Slogan von Attac: „Eine andere Welt ist möglich!“
Zukunftsperspektiven der postfossilen Stadt
- Freitag, 21. Januar 2011 21:24
- Christof Görlich
Im Haus der Wissenschaft der TU fand am Di, 18.01. eine Podiumsdiskussion mit vorherigen Kurzreferaten der fünf eingeladenen Gäste statt.
Als Veranstalter stellte zuerst Prof. Stephan Rammler (HBK, Institut für Transportation Design) die Frage nach einer anderen Art der Mobilität. Um die Denkweise für eine andere Art der Mobilität zu begründen, nannte er - frei nach Helmut Schmidt - vier kulturelle Transformationsprozesse, die uns vor gewaltige Herausforderungen stellen werden:
- Die Zunahme der Weltbevölkerung
- Religiös-fundamental motivierte Kriege
- Den Klimawandel mit seinen Folgen
- Den Umgang der Politik mit Ressourcen
Rammler wirbt für eine Änderung der Region durch Strategien gelingenden Lebens.
Der ebenso rhetorisch begabte Prof. Mönninger (HBK, Geschichte und Theorie der Raum- und Baukunst) stellte einige Flächennutzungspläne der Stadt Braunschweig ab 1945 vor. Er hob hervor, dass 50% der zersiedelten Fläche in Braunschweig Verkehrsflächen sind. Das verwundert auch nicht, da der Städtebau in Verbindung mit der Zersiedelungspolitik die Wirtschaftskraft schlechthin im 21. Jahrhundert darstellte. Es wurde eine so genannte Konsumstimulanz geschaffen durch den Bau von Vororteigenheimen bevorzugt für den gehobenen Mittelstand (BS-Lincolnsiedlung).
Prof. Uwe Brederlau (TU Braunschweig, Institut für Städtebau und Landschaftsplanung) stellt ebenfalls ein Szenario bestehend aus drei Aspekten vor:
Sicher für Jahrtausende? Diskussionsveranstaltung am 27.01.11 im Haus der Wissenschaft
- Sonntag, 23. Januar 2011 18:04
- Michael Kaps
Logo-Moderatorin Regina Methler diskutiert mit Experten und dem Publikum über Atomenergie und Endlagerung
am 27.01.2011, 19 Uhr
in der Aula im Haus der Wissenschaft, Pockelsstr.11, Braunschweig
Die eingeladenen Experten sind:
Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance Berlin
Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz
Prof. Dr. rer. nat. Wernt Brewitz, Technische Universität Braunschweig, Abfall- und Ressourcenwirtschaft
mehr Infos http://www.hausderwissenschaft.org/hdw/veranstaltungen/110127_logo.html
"Responsibility to Protect"
- Sonntag, 23. Januar 2011 23:35
- Frieder Schöbel
Im Rahmen der langjährigen Vortragsreihe des Friedenszentrums "Wege zu einer Kultur des Friedens" hält Bastian Loges, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften der TU einen Vortrag zur Friedens- und Konfliktforschung. In seiner Dissertation untersuchte er den normativen Wandel bezüglich der "Responsibility to Protect". Der Vortrag soll zum Nachdenken über und zum Engagement für eine Kultur des Friedens anregen. Ankündigung

Frieden nach außen und im Innern der Gesellschaft ist ein sehr gefährdetes Gut. Dauerhafter Frieden und gewaltfreie Lösungen von Konflikten setzen aber eine neue Lebenskultur weltweiter Gerechtigkeit und Solidarität voraus, um die wir uns ständig bemühen müssen. Die Kultur des Friedens baut auf präziseren Informationen auf, als sie die üblichen Medien liefern. Sie fordert selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger und einen anderen Umgang mit Tradition, Erziehung und Politik.
Ausstellung zum Zivilen Friedensdienst in der IGS Franzsches Feld
- Montag, 24. Januar 2011 00:14
- Mio Hienstorfer
Der Politik-Leistungskurs des 13. Jahrgangs der IGS Franzsches Feld betreut eine Ausstellung über den Zivilen Friedensdienst (zfd). Der Kurs hat ein halbes Jahr lang zu Konflikten in der Welt gearbeitet und sich die Frage gestellt, ob es nicht auch friedliche Mittel zur Konfliktbearbeitung gibt. Eines der Ergebnisse des Leistungskurses ist die beeindruckende Ausstellung in der IGS FF, Grünewaldstr. 12. Die Ausstellung kann von anderen Schulen besucht werden.

Auf dem Foto von links: Mio Hienstorfer, Nicolas Veit und Fabienne Führmann
Agrarfabriken Stopp! Beginn einer neuen Bewegung
- Dienstag, 25. Januar 2011 15:53
- Astrid Goltz und Christoph Bautz
22.000 Menschen verlangten mit einer vielfältigen und kraftvollen Demonstration grundlegende Konsequenzen aus dem Dioxin-Skandal. Ein klasse Auftakt für ein Jahr der Auseinandersetzung um eine andere Agrarpolitik!

Gewaltfreies Aktionstraining
- Mittwoch, 26. Januar 2011 12:50
- Simone Leunig
Ein gewaltfreies Aktionstraining findet am Samstag den 5. Februar 2011 in Braunschweig statt.
Dieses Training ist interessant für alle, die gemeinsam aktiv werden wollen.

Anlässe für ein gewaltfreies Aktionstraining gibt es reichlich:
Am 15./16.2. findet in Greifswald, wiederholt ein Castortransport statt.
Zu dem wir Anti Atom-Braunschweig wieder mobilisieren und vielleicht zur Auftaktkundgebung am 12.2. Mitfahrgemeinschaften bilden.
Es finden zudem viele Aktionen statt, an denen sich eine/r Beteiligen kann, siehe dazu www.ag-schacht-konrad.de
In Braunschweig wird es am 4. Juni einen Naziaufmarsch geben.
Es gibt Menschen, die sich vorstellen können sich querzustellen. Eine Aktion, vielleicht eine Blockade, bei der es zu schwierigen Situationen kommen kann.
In einem Aktionstraining kann u. a. mit Hilfe von Rollenspielen und mit erfahrenen Trainern Vieles vorab ausprobiert werden.
Rollenspiele helfen, mögliche Schwierigkeiten und Probleme vorherzusehen und kreativ damit umzugehen. Näheres dazu finden Sie auf diesem Flugblatt, das sich auf ein vergleichbares Training in Hameln bezieht.
Kosten für das Training: Pro Person 10.- €, Ermäßigung auf 5.- € nach eigenen Ermessen.
Es wird um eine frühe Anmeldung gebeten.
Zusätzliche Spenden für den Trainer sind herzlich willkommen!
Von 11.00-18.00 Uhr in der Hamburgerstr. 273/ B2 (Klingel ist rechts neben den Eingang)
Anmeldung an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
