Der Schwarze Herzog – doch kein Held! (1)
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- Veröffentlicht: Mittwoch, 16. September 2015 19:53
- Geschrieben von Andreas Matthies
Die doppelte Klitterung: Der "Schwarze Herzog" Friedrich Wilhelm als "Held" vor dem "Schloss"
War der „Schwarze Herzog“ nun ein Held oder nicht?
Die Ausstellung des Landesmuseums beantwortet diese Frage klar:
„Nach einem Blick auf seine Biographie lautet die Antwort aus heutiger Perspektive: nein. Weder in seiner Persönlichkeit noch in seinem Wirken lässt sich für unsere Augen Helden-haftes erkennen.“
Worauf stützt sich dieses Urteil?
Immerhin hatte Friedrich Wilhelm auf eigene Faust eine von ihm angeworbene Truppe von etwa 2000 Mann in 14 Tagen 500 Kilometer durch das französisch besetzte Norddeutschland geführt, ohne dass die französisch geführten Truppen ihn daran hindern konnten. Das war ohne Zweifel eine kühne Aktion, die in großen Teilen des besetzten Europas Beachtung fand. Zwar ging die Erwartung Friedrich Wilhelms, eine Aufstandsbewegung auszulösen, nicht in Erfüllung, dennoch versagte ihm wohl nicht einmal Napoleon eine gewisse Anerkennung als Soldat: „Nennen Sie mir einen, der einen Rückzug machte, wie der von Böhmen nach der Nordsee war“, soll er nach dessen Tod gesagt haben.

Vor wenigen Tagen konnte man es in der Tagesschau sehen. Die Pläne, nun endlich TTIP mit unserem Rechtssystem zu versöhnen, scheinen auch in Brüssel angekommen zu sein. Die Kommissarin, Frau Malmström, erklärte, dass nun eine "normale" Gerichtsbarkeit zur Bewertung von Handels-Streitfällen ansteht. Nun sei ja alles in Ordnung, konnte man den Eindruck gewinnen.


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NEU: DER VATER MEINER BESTEN FREUNDIN
Der Dokumentarfilm zeigt ein erfrischend differenziertes Bild der aktuellen Flüchtlingsdiskussion. Den bekannten Ängsten und Vorurteilen stellen sie Menschen gegenüber, die Menschen bei ihren ersten Schritten in einer fremden Umgebung und Kultur helfen. Der Dokumentarfilm ist ein spannender, teils amüsanter, teils hoch emotionaler Film, der erstmals auch diejenigen zu Wort kommen lässt, die man an den Stammtischen vermutet, aber selten offen sieht und hört. Die Regisseure Carsten Rau und Hauke Wendler ('Wadim') beschränken sich dabei nicht auf eine aktuelle Bestandsaufnahme deutscher Asylpolitik. Mit ihrem neuen Film gehen sie einen entscheidenden Schritt weiter, indem sie hinterfragen, was einem nachhaltigen Wandel der Ausländer- und Integrationspolitik in diesem Land im Wege steht.
