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Pferdeblut für Schweinefleisch

Diese Haflinger haben es gut auf ihrer Weide. Doch werden auch viele von ihnen im Fohlenalter geschlachtet, weil sie auf dem Markt der lebenden Tiere keinen Wert haben.

Das Thema beschäftigt TierschützerInnen und Öffentlichkeit schon eine Weile: Im Herbst 2015 hatten der Tierschutzbund Zürich und die Animal Welfare Foundation in Südamerika einen Skandal aufgedeckt. Auf sogenannten »Blutfarmen« werden schwangeren Stuten große Mengen Blut abgezapft. Das im Blut enthaltene Hormon PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) nutzen in etlichen Ländern vor allem Schweinezuchtbetriebe, so auch in Deutschland. Mit Videoaufzeichnungen konnten die TierschützerInnen dokumentieren, wie auf Pferdefarmen in Uruguay und Argentinien Angestellte Tausende Stuten misshandeln.

Systematische Quälerei

Nach Aussagen der Tierschutzorganisationen nimmt man den Tieren auf den Stutenfarmen zu schnell zu viel Blut ab: Bis zu zehn Liter pro Woche. Das ist in etwa ein Viertel der gesamten Blutmenge eines Pferds. Auf den Filmaufnahmen sieht man, wie teils extrem geschwächte Pferde brutale Schläge und Tritte erleiden.

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Erfolg: Deutschland bleibt gentechnikfrei

 

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Zweieinhalb Jahre gekämpft und jetzt gewonnen: Das aktuelle Gentechnik-Gesetz von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) ist endgültig vom Tisch! Unser ausdauernder Widerstand hat sich gelohnt. Mit dem Gesetzentwurf wäre die Risikotechnologie womöglich zurück auf unsere Felder gekommen. Einzelne Bundesländer hätten Gentechnik erlauben, andere verbieten können – dabei machen Genpollen nicht vor Ländergrenzen halt.

Zuerst sah es nicht so aus, als könnten wir das Gesetz noch stoppen. Denn die Vorlage von Christian Schmidt liegt seit mehr als zwei Jahren hartnäckig auf dem Tisch der Regierungskoalition. Die SPD-Bundesminister/innen hatten dem Gesetz schon zugestimmt – es fehlte nur noch das „Ja“ von CDU/CSU und SPD im Bundestag. Doch wir gaben nicht auf, sondern drehten die Stimmung. Vor zwei Wochen lehnte die SPD im Bundestag die Gesetzesnovelle ab.[1] 

Wie wir das gemacht haben? Wir haben die Stärken einer echten Bürgerbewegung über mehr als 24 Monate richtig ausgespielt:

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REWE lässt eigene Weidemilch zertifizieren

Kunden erkennen Produkte am Siegel "Pro Weideland - Deutsche Weidecharta"

Ab Mitte August bietet REWE in einigen Bundesländern zertifizierte Weidemilch unter der Eigenmarke REWE Beste Wahl an. Das Siegel "PRO WEIDELAND - Deutsche Weidecharta" steht für verbindliche Kriterien, auf die sich ein Bündnis von 20 Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, Tierschutz, Milchwirtschaft und Wissenschaft verständigt hat.

REWE hat Weidemilch bereits seit längerer Zeit im Eigenmarkensortiment. Das Siegel, das vom Grünlandzentrum Niedersachen/ Bremen e.V. vergeben wird, gewährleistet die Einhaltung von verbindlichen Nachhaltigkeits- und Tierwohlkriterien für die Erzeugung und Vermarktung von Weidemilchprodukten. So stammt die zertifizierte Weidemilch von Kühen, die an mehr als 120 Tagen im Jahr für mindestens sechs Stunden täglich auf der Weide grasen. Jeder Kuh stehen mindestens 2.000 Quadratmeter wertvolles Dauergrünland zur Verfügung davon mindestens 1.000 Quadratmeter als Weidefläche. Neben dem Futter von Wiesen und Weiden kommt ausschließlich gentechnikfreies Futtermittel zum Einsatz. Auch die Umwelt profitiert: Durch die Weidehaltung von Kühen bleibt das Weideland in seiner charakteristischen Form erhalten und somit wichtiger Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere. Neben den positiven Effekten für Umwelt und Tiere trägt das Siegel auch zu einer einheitlichen und transparenten Kennzeichnung von Weidemilchprodukten im Sinne der Verbraucher bei.

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EXPORT - Riskanter Erfolg

Kommentar von Wolfgang Piller

Die Chinesen, die Japaner, die Südkoreaner essen unser Schweinefleisch – der Export in die asiatischen Märkte ist ein Riesenerfolg. Dieser Markt ist gerade noch rechtzeitig wieder angesprungen, wer weiß, wie die lange Preiskrise an den Schweinemärkten letztes Jahr sich entwickelt hätte. Zur Erinnerung: Der weggebrochene russische Markt hatte ein Riesenloch hinterlassen.
Dass Asien als Verbrauchsregion wieder auftaucht, ist kein Wunder. Dort wächst der Markt unaufhörlich. Es wachsen die Bevölkerungen und es wächst – solange die Weltkonjunktur mitmacht – der Wohlstand der städtischen Gesellschaften und damit auch der Hunger nach Fleisch (was dort noch immer mit sozialem Aufstieg verknüpft ist). Übrigens: Der lukrative Verkauf der Schweinefüße, -ohren und -köpfe, also von hier kaum verkäuflichen, aber dort sehr geschätzten Koppelprodukten, macht nebenbei die Edelteile für die europäischen Verbraucher kostengünstig. Das merkt man insbesondere im Vergleich mit teurerem Label-Fleisch, dem Fleisch aus Tierwohl- oder Bioproduktion. Denn die Nebenprodukte können nur selten Preisaufschläge erzielen und so sinkt der Gesamtwert je Schwein. Das müssen die Label-Produkte über noch höhere Preise ausgleichen.

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CRISPR/CAS9: Ist die Gentechnikwunderwaffe doch fehleranfällig?

SPEKTRUM / DIE ZEIT -  Jan Osterkamp

Die Genwunderwaffe CRISPR/Cas9 gilt nicht nur als sehr präzise und simpel in der Anwendung - sie schien vor allem kaum unerwünschte Nebenwirkungen zu haben. Oder hat man nicht genau hingesehen?

Das CRISPR/Cas9-System machte sich als Gentechnikwunderwaffe bekannt, die ihren Entdeckern wohl einen Nobelpreis und den Patentinhabern satte Gewinne einbringen wird: Das molekulare Reparaturwerkzeug erlaubt enorm präzise Veränderungen an jeder gewünschten Stelle der DNA. Zudem gelingt dies offenbar ganz ohne störende Nebenwirkungen in anderen Orten des Erbguts – dachte man zumindest bisher. Womöglich hat man bisher aber einfach nicht genau genug hingesehen, mahnen nun Forscher im Fachblatt "Nature Methods". Denn die von Stephen Tsang vom Columbia University Medical Center und seinen Kollegen durchgeführten Genvergleiche von mit CRISPR/Cas9 behandelten Mäuse legen nahe, dass die Methode mindestens in Einzelfällen viele bisher unbeachtete minimale, potenziell allerdings fatale Veränderung im Erbgut verursachen.

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LBU wirft A-39-Planern eine bürger- und regionsschädliche „Trickserei“ vor

"Pressemitteilung"

Ein „jahrelanges Taktieren zu Lasten von Bürgern und Region“ wirft der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) Planern und Lobbyisten der geplanten A 39 vor: Entgegen dem rotgrünen Koalitionsvertrag habe die Landesregierung zum neuen Bundesverkehrswegeplan keine sachgerechte B-4-Ausbauplanung als Alternative zu einer A 39 eingereicht. So sei auch der lang geforderte Ausbau der Bundesstraße B 4 (nach dem 2+1-Überholstreifen-System) jahrelang unter anderem wegen Behauptungen der Lüneburger Straßenbaubehörde unterblieben, wonach diese Lösung bautechnisch nur schwer realisierbar sei. Erst jetzt werde dieser Ausbau – in Verlängerung der Ortsumfahrung Kirchweyhe – zumindest bis Tätendorf angekündigt, leider immer noch nicht bis Melbeck. Immerhin, so der LBU, sei der nun geplante B4-Teilausbau ein Indiz dafür, dass die A-39-Lobby hinsichtlich der Bau-Aussichten der A 39 noch unsicherer geworden sei.

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Open-Source-Tomate gegen Saatgutkonzerne

Normalerweise unterliegt Saatgut geistigen Eigentumsrechten. So gehören in Europa 95 % der Gemüsesamen den fünf grössten Produzenten von Saatgut (Grüne Studien EU-Parlament, 2014). Unter Beteiligung von vielen Menschen und Organisationen wurde im Rahmen des Projekts die Sorte "Sunviva" als Gemeinschaftswerk gezüchtet. Es gibt keine geistigen Eigentumsansprüche. Culinaris ist zurzeit der einzige Saatgutproduzent, der die Sorte "Sunviva" vertreibt. Bericht

Ryanair in Waggum?

"Pressemitteilung"

 

Pantazis macht sich für den Forschungsstandort am Flughafen stark und kritisiert die CDU

In der Diskussion um ein mögliches Engagement des Billigfliegers „Ryanair“ am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg mahnt Dr. Christos Pantazis, zuständiger Landtagsabgeordneter im Wahlkreis 1, vor übereilten Entscheidungen: „Der Flughafen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem extrem wichtigen Faktor für den Wissenschaftsstandort Braunschweig entwickelt. Ob diese Entwicklung auch bei einer zeitgleich ausweitenden kommerziellen Nutzung durch Billigflieger wie Ryanair bewahrt werden könnte, ist zumindest fraglich“, sagt Pantazis.

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Der Gipfel der falschen Fragen

 

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Eine andere Politik ist nötig!

Die G20 treffen sich Anfang Juli in Hamburg. Doch statt um Kritik an ihrer neoliberalen Politik geht es in den Medien nur um Polizei-Absperrungen und Sicherheitszonen. Das wollen wir ändern – mit einer großen Protestwelle und zehntausenden Bürger/innen auf den Straßen!

schon jetzt ist der G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg überall in den Medien: In welchem Hotel schläft Präsident Trump? Wie viele Polizisten sichern den Gipfelort? Wo liegt die Sicherheitszone? Doch was dort politisch passiert, interessiert nicht. Und das ist brandgefährlich. Denn so unterschiedlich Donald Trump und Angela Merkel, Xi Jinping und Emmanuel Macron, Wladimir Putin und Justin Trudeau an vielen Stellen auch sind – in einem sind sie sich einig: Sie wollen Politik für Konzerne machen und Wachstum um fast jeden Preis.

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Fairer Handel hat sich noch nicht durchgesetzt

Das Handelshaus Gepa kauft bei Kleinbauern der Dritten Welt ein und bringt so Fairtrade-Produkte nach Deutschland – doch die führen immer noch ein Nischendasein in den Supermärkten. Neue Strategien sollen helfen. Siehe Handelsblatt

Der Faire Handel liegt im Aufwind. Die ständig steigenden Umsätze belegen das. Auch der Süßwarenhersteller Ferrero verdoppelt Fairtrade-Kakaoeinkäufe und weitet sein Engagement auf Fairtrade-Rohrzucker aus.

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