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Impressionen - Anti-Atom-Treck am Schacht Konrad

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Einen goldfarbenen Motor wird der Anti-Atom-Treck nun mit sich führen. Er wurde überreicht von den Arbeitern von Volkswagen Salzgitter. Die Industriestraße war gesperrt, denn der Treck musste schließlich parken, damit die Treckis vor das Hauptwerkstor marschieren konnten. Die Arbeiter der Volkswagen AG in Salzgitter waren schon immer Widerständler und gegen die Einlagerung von Atommüll in Schacht Konrad. Das brachten sie auch zum Ausdruck.

Doch dann war Pause. Der Treck tuckerte auf ein Feld zwischen der Autobahn und SZ-Bleckenstedt. Nun kam das große Ausruhen von der anstrengenden Reise und den vielen Auftritten.
Wenn man so über das Feld schlenderte, mit den Menschen ins Gespräch kam und deren Aktivitäten betrachtete, fielen mehrere Dinge auf: Gelassenheit, Ruhe, Freundlichkeit und Offenheit. Die Menschen arbeiteten zusammen und hatten ihren Spaß zusammen.
Vor allem wurde repariert, denn die Fahrt hat so Einiges in Mitleidenschaft gezogen. So war ein Kühlturm eines AKW defekt und die Bremsen eines LKW, machen Puppe musste neu gestopft werden und manch ein Atommüllfass neu befestigt. In der Volxküche ging es rege zu; Zwiebel schneiden mit sechs Leuten, die heulten und lachten. Und dann natürlich Plakate malen, Anti-Atom-Botschaften vermitteln, aufklären.
Die Braunschweiger Bürger, fand man „echt stark“. Die Aktionen in der Stadt, der Empfang in Volkmarode und an der Pauli-Kirche, die vielen Menschen an den Straßen, die freundlich zuwinkten. Die Stadt zeigte sich von ihrer positiven Seite. Und die Schlossfassade fanden einige richtig gut, weil man vor dem Portikus so schön Transparente runterlassen kann, ohne was Originales zu beschädigen.
Trotzdem. Über Allem liegt ein Ernst. 35 Jahre Widerstand gegen eine unmenschliche Technologie, die nur durch die Unwahrheit etabliert werden konnte und die weiter aufrecht erhalten werden soll. Und von diesen Unwahrheiten sollen unsere Wirtschaft und damit unser Wohlstand abhängen?
Warum gibt es auf einem Foto zwei Schafe? Sie gehören einem Ärztinnen-Kollektiv und sind „Krainer Steinschafe“, einer seltenen und vom Aussterben bedrohten Rasse. Die Tiere werden artgerecht mitgeführt, so erklärt mir eine Ärztin, weil damit an Tschernobyl und an die radioaktiven Gefahren erinnert werden soll, an den radioaktiven Niederschlag über Europa und, dass sich niemand dagegen wehren kann. Die radioaktiven Partikel gelangen in jeden Körper, u.a. über die Nahrungskette und zu der können Schafe gehören. Also kommen auch Schafe mit zur Demo!

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