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„Die Würde des Tieres – Massentierhaltung auf den Prüfstand?!“

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie Tiere behandelt“ (Mahatma Ghandi).

Eine Veranstaltung der Akademie Abt Jerusalem

Theologisches Zentrum, Alter Zeughof 4, Braunschweig

03. November 2011, 18:00 bis 21:00 Uhr

Haustiere haben Namen und gehören zur Familie, Hähnchenbrust und Steak dagegen sind anonyme Verbrauchsgüter. Doch die Sensibilität für den Umgang mit der "Ware" Tier wächst. Proteste gegen bestimmte Formen der Massentierhaltung nehmen zu. Insbesondere auch in unserer Region, in die zunehmend die niedersächsische Geflügelindustrie ausweicht. Der neue Geflügelschlachthof in Wietze ist ein weiterer Beleg dafür.

Im Gegensatz zur Menschenwürde ist die Würde des Tieres im Grundgesetz nicht verankert. Laut Tierschutzgesetz sind Tiere um ihrer selbst willen zu schützen. Es sei denn, vermeintlich höhere und ethisch vertretbare Ziele rechtfertigen bestimmte Nutzungszwecke. Doch wer legt fest, wofür ein Tier gebraucht werden darf und wofür nicht? Wer bestimmt die Kriterien, wie und mit welchen Tieren umgegangen werden darf? Was ist noch zu verantworten und was nicht mehr?

Diese Veranstaltung bekommt eine besondere Brisanz durch die gestern veröffentlichte Studie des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerium zum Einsatz von Antibiotika in der Geflügelproduktion (NDR, Zeit online). Die SZ weist auf die Gefahren für den Menschen hin, wenn Antibiotika in der Massentierhaltung in hohen Mengen eingesetzt wird.

Für die Reihe Klosterforum informieren Experten über den Sachstand und stellen ihre Positionen zur Diskussion.


Referenten:
Prof. Dr. Gerold Rahmann, Leiter des Instituts "Ökologischer Landbau"
Johann Heinrich von Thünen Institut (vTI), Trendhorst/ Braunschweig

Prof. Dr. Peter Kunzmann

Ethikzentrum Jena, Lehrstuhl für angewandte Ethik. Prof. Kunzmanns Forschungsgebiet ist die Massentierhaltung und deren ethisch orientierte Vertretbarkeit.

Leitung der Veranstaltung: Dr. Uwe Meier

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