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Golfresort Mascherode – 2 Veranstaltungen - Der Widerstand wächst


wappenDie Hoffnungen der CDU, des Bezirksbürgermeisters Herrn Rühmann (CDU) und des OB  Dr. Hoffmann erfüllten sich nicht. OB Hoffmann erwartete durch seine Presseerklärung, dass das Bauvorhaben „Golfresort“ gestoppt wird, das Interesse der Mascheroder erlahmen würde, weil die Notwendigkeit einer 2. Versammlung zum Raumordnungsverfahren (ROV) nicht mehr gegeben sei.

Zur 1. Versammlung hier der Bericht:  Dünger auf den Feldern - Golfbälle in der Luft

Das offizielle Protokoll zur 1. Veranstaltung ist hier einzusehen: http://www.zgb.de/barrierefrei/content/regionalplanung/rov_golf_mascherode.shtml

Die 2. Informationsveranstaltung  am 02.03.10 war mit etwa 100 Bürgern sehr gut besucht. Darunter waren selbstverständlich auch Golfplatzbefürworter.  Trotz der plötzlich ablehnenden Haltung des Rathauses wird das ROV weitergeführt. Der Investor besteht darauf und hofft auf einen Sinneswandel bei Dr. Hoffmann, wenn alle Unterlagen eingereicht sind.


Obwohl zahlreiche sachkundige Einwände an diesem Abend der Informationsveranstaltung vorgetragen wurden und der Behörde bereits schriftlich vorliegenden Einwände vorliegen, geht die „Bürgerinitiative Mascheroder Feldmark“ davon aus, dass das ROV im Sinne des Investors entschieden wird. Das vorgestellte und diskutierte Gutachten zum ROV, um die Raumverträglichkeit des Bauvorhabens zu ermitteln, ist als gesetzliche Pflicht zu betrachten, die abzuarbeiten ist. Sofern der fachliche Inhalt nicht massiv gegen die Raumverträglichkeit spricht und die Regeln eingehalten werden, ist mit einem positiven Bescheid zu rechnen. Die Initiative und viele Bürger sind sich einig, dass im Grunde nur eine andere Mehrheit im Rat der Stadt das Projekt verhindern kann - nächstes Jahr ist Kommunalwahl.

Einen Tag später am 03.März 2010 informierte die Bürgerinitiative die Mascheroder im Gemeindehaus über das geplante Projekt. Etwa 120 Bürger wollten über die Kritik der Initiative an dem Vorhaben informiert werden. Prof.  Jens Sievers, der Koordinator der Initiative, führte in das vorgesehene Projekt ein und stellte die grundlegenden Kritikpunkte der Initiative vor. Im Grunde, so Sievers, seien die Gutachten zum RPV mit so vielen gravierenden Fehlern behaftet, dass es inhaltlich nicht mehr zu halten sei. Es stimmen weder die Pläne zur Bebauung und Versiegelung der Flächen, die Beurteilung der geohydrologischen Situation, die Flächenpläne hinsichtlich der Eigentumssituation noch die Angaben zu einer möglichen Rekultivierung der hochertragsfähigen Böden. Experten aus den jeweiligen Fachgebieten, die in der Initiative aktiv sind, führten die wesentlichen Kritikpunkte anschließend detaillierter aus. Eine „knappe“ Zusammenfassung der wesentlichen Kritikpunkte bekamen die Zuhörer als schriftliche Handreichung mit der Bitte, bis zum 22.03.10 beim zuständigen Amt die Bedenken schriftlich einzureichen. Das zuständige Amt ist der

Zweckverband Großraum BS
Frankfurter Straße 2
38122 Braunschweig

Abschließend bekam ein anwesender Vertreter des Investors „Fairways“ das Wort. Er bat um eine sachliche Auseinandersetzung. Auf dieser Basis könne man sich über alles unterhalten und gemeinsam nach Lösungen suchen. Emotionen solle man nicht in die Diskussion tragen, denn die führten nicht weiter.

Diese Ausführungen blieben so natürlich nicht im Raume stehen. Es wurde „unruhig“! Laut wurde darauf hingewiesen, dass die Landwirte aus der Zeitung erfahren hätten, dass ihre fruchtbaren Böden verplant werden und man habe ein Recht auf Emotionen, denn schließlich sei ihre Heimat betroffen.

Und was hörte man so am Rande: „Der kommt aus Hamburg angedüst, spekuliert mit unserer Heimat, sackt ein und verschwindet. Eigentlich erwarten wir von unserm Oberbürgermeister  Dr. Hoffmann Schutz vor diesen Machenschaften, aber der paktiert doch mit denen. Und diesen OB haben wir und die meisten der Mascheroder gewählt.

Hier das offizielle Protokoll der 2. Sitzung:
http://www.zgb.de/barrierefrei/content/regionalplanung/pdf/2010_0303_2_Informationsveranstaltung_Protokoll.pdf

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