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Anmerkungen zum BZ-Artikel von "RHM" vom 30.01.10 zum Thema Startbahnverlängerung


1. Auffällig das Riesenbild, auf dem einerseits das Werk der Naturzerstörung dokumentiert ist, andererseits aber im Zusammenhang mit der Überschrift suggeriert wird, dass "die Sache schon gelaufen" sei, was Meyer eigentlich schon die ganze Zeit behauptet. Entsprechend auch kein Bild von den Bäumen, die noch gefällt werden sollen.

2. Diejenigen, die mit großem Einsatz gegen die Naturzerstörung - zum Teil Tag für Tag - eintreten, bekommen bei Meyer weder Gesicht noch Stimme: er schreibt von "Gegnern" und von "Störern" und von anonymen Zahlen. Kein Bild, das doch zeigen würde, dass da ganz normale Menschen aller Altersgruppen (vor allem aus der direkten Umgebung) Kälte und Schnee trotzen.

3. Keinerlei Information darüber, dass der Konflikt längst das Interesse überregionaler Medien findet und dass etwa gestern ein Team vom ZDF anwesend war. Auch von den Berichten anderer überregionaler Medien weiß der Leser der BZ bisher nichts.


4. Fast die Hälfte des Artikels wird darauf verwandt, an der Drohkulisse der Stadt mitzubauen (Ordnungswidrigkeiten, "Straftatbestände"...); dabei wird im Wesentlichen die Darstellung in der Pressemitteilung der Stadt vom Vortag (29.01.) wiedergegeben, während Meyer sich nicht einmal die Mühe macht, die Demonstranten nach ihrer Position zu den Vorwürfen und nach ihren Motiven zu fragen. Bei simplen "Störern" scheint das ja auch völlig überflüssig.

5. Tendenz zur Spaltung: während sogar die Stadt in der genannten Pressemitteilung vom 29.01. schreibt, "auch am heutigen Tage drangen wieder gut 150 Personen in den umzäunten Bereich ein", schreibt Meyer, "rund die Hälfte von ihnen besetzte zwischenzeitlich das Baufeld", nachdem er die Polizeiangabe von "etwa 100 Gegnern" als Gesamtzahl wiedergegeben hat.

6. Dass die Begründungen der Flughafengesellschaft für das Projekt wenig überzeugend sind, hat das fachmännisch durchgeführte Interview von Meyers Kollegen Jörg Fiene deutlich hervortreten lassen. Dass diese Begründungen zudem immer löchriger werden (Stichworte VW, Landesbischof, "verhindertes Forschungsflugzeug") - dazu kein Sterbenswörtchen bei Meyer ... Dabei wäre es doch ein Leichtes, bei der DLR zu erfragen, ob das Gerücht stimmt, dass Airbus die Zustimmung zum Umbau des Flugzeuges verweigert.

Fazit: Meyer arbeitet weiter heftig daran, dass die BZ als Bürgermeisterzeitung wirkt. Andere Redakteure dagegen versuchen, dem eine ausgewogene und neutrale Berichterstattung entgegen zu setzen und zum Teil auch, durch Recherche Hintergründe auszuleuchten.

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