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Nach jahrelangem Protest: Jasperallee erhielt die ersten neuen Bäume

 

Sitz, wackelt nicht und passt: Mit dem Hublifter wird eine der neuen Winterlinden auf dem Mittelstreifen der Jasperallee zentimetergenau platziert. Foto: Klaus Knodt

Nach jahrelangem erbitterten Streit, Anwohner- und Bürgerprotesten, Gutachten und Hearings war es heute endlich soweit: In der Jasperallee zwischen Moltke- und Kasernenstraße wurden die ersten Ersatzbäume für die abgängigen und gerodeten Silberahorne gepflanzt.

Mit Bagger, Teleskoplifter, viel Muskelkraft und Schaufeln rückte ein Trupp Arbeiter im Auftrag des Fachbereichs Stadtgrün morgens an, um die ersten 28 neuen „Winterlinden“ als doppelreihiges Straßenbegleitgrün auf dem Mittelstreifen zu implantieren. Zuvor war in wochenlanger Arbeit der alte Boden tief ausgekoffert und durch nährende, neue Substrate ersetzt worden.

 

Einbaumaterial: Die ersten Bäume für die Straße kamen gut verschnürt per Tieflader an. Foto: Klaus Knodt

Um die Abholzung der alten Ahorne hatte es Bürgerproteste und monatelangen Streit in den städtischen Gremien gegeben, der ausserparlamentarisch Niederschlag in der Gründung einer eigenen BürgerInneninitiative fand. Der sog. „Einbau“ der ersten neuen Bäume fand relativ unbeachtet von der Öffentlichkeit am heutigen Vormittag statt – aufgeregt haben sich nicht mal Autofahrer, die kurzzeitig stoppen mussten, wenn der Hublifter eine der neuen Linden an Ort und Stelle bugsierte. Michael Loose, Fachbereichsleiter Stadtgrün und Sport, beobachtete die Aktion und stand vor Ort für Fragen zu den Pflanzarbeiten zur Verfügung.

 

Die neuen Winterlinden sind rund 7 Meter hoch und wurden – wie Stauden im Kleingarten – mitsamt Wurzelballen verpflanzt. Foto: Klaus Knodt

Die neu gepflanzten Winterlinden sind rund 7 Meter hoch und haben Stammdurchmesser um die 20 Zentimeter. Bis einschließlich 29. März kann es temporär zu kurzen Einschränkungen für den Kfz- und Fahrradverkehr kommen. Durch die Größe der mit einem Lkw angelieferten Bäume wird während des Abladevorgangs der Abschnitt zwischen Moltke- und Kasernenstraße mehrfach täglich jeweils für einige, wenige Minuten nicht passierbar sein. Dies betrifft an den ersten Pflanztagen die Fahrtrichtung stadteinwärts und anschließend die Fahrtrichtung stadtauswärts. „Es wird versucht, diese kurzzeitigen Behinderungen so einzutakten, dass der Busverkehr möglichst nicht betroffen ist“, so die Stadt Braunschweig.

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