Liebe Leser und Leserinnen des b-s! Der b-s hat ab 1. Mai 2019 unter braunschweig-spiegel.de einen neuen Auftritt. Unter archiv.braunschweig-spiegel.de erreichen Sie den b-s von 2008 bis April-2019 in seiner letztmaligen Form, incl. funktionsfähiger interner Beitragslinks, als historisches Dokument.

Die Suchfunktion der Archivfassung ist NICHT mehr aktiv. Sie finden die Beiträge der Jahre 2005 bis 2019 jedoch über https://www.braunschweig-spiegel.de
Die Menüstruktur der Archiv-Fassung ging dabei jedoch komplett verloren.

Die Veränderungen die in der Amtszeit von Ex-OB Dr. Gert Hoffmann stattfanden (https://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Hoffmann#Oberb%C3%BCrgermeister_in_Braunschweig) sind hier dokumentiert. Hierunter fallen umstrittene Privatisierungen, Flughafenausbau, Schlossparkvernichtung, und Errichtung von ECE-Schlossarkaden ...

Chronologisch beginnt der b-s hier: http://archiv.braunschweig-spiegel.de/index.php/diese-zeitung-seit-2005


Hafer lindert Juckreiz und Hauterkrankungen

 

Erstmals wurde eine Arzneipflanze gekürt, die auch auf dem Fachgebiet der Dermatologie (Teilgebiet der Medizin, das sich mit dem Aufbau und den Funktionen der Haut sowie der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Haut befasst) Verwendung findet. Den Hautärzten ist die besondere Wirkung auf die Haut schon lange bekannt.

Die Historie der Haferwirkung auf die Gesundheit reicht bis in die Antike zurück. Bereits im 1. Jahrhundert finden sich Hinweise in der römischen und griechischen Literatur auf die Anwendung zu Heilzwecken. In all den Jahrhunderten z.B. innerhalb der Klostermedizin war es vor allem Hildegard von Bingen (1098–1179), die über die Heilwirkung der Haferpflanze schrieb. Im Jahr 1485 erschien in Mainz das erste gedruckte Kräuterbuch „Gart der Gesundheit“ – Gesundheitsgarten – von Peter Schöffer.

Auch der bekannte Naturheilkundler 
Sebastian Kneipp (1821-1897) wies auf die günstige gesundheitliche Folgen hin, nicht nur bei Hauterkrankungen sondern auch bei Erkrankungen des Magen-Darms, bei Erkältungen und anderen.

Zur Gattung Hafer zählen über 20 Arten und er gehört - wie Weizen, Dinkel, Roggen oder Gerste - zu der Familie der Süßgräser. Weil die Körner nicht in Ähren, sondern in Rispen (verzweigten Blütenstand) entstehen, ist er schwieriger als Weizen, Roggen usw. zu ernten und zu verarbeiten. Ein Vorteil liegt jedoch darin, dass er auch auf dürftigem Boden gedeihen kann. In Russland wird am meisten Hafer pro Jahr produziert; USA und Deutschland liegen auf Platz 6 und 11.

Hafer gilt heute als besonders wertvolle Getreideart, da er einen hohen Fettgehalt, Vitamine wie B1, B6 und Biotin, Spurenelemente (Eisen, Zink) und das für Menschen, Tiere und Pflanzen unbedingt notwendige Magnesium aufweist sowie Ballaststoffe, die wegen der Beta-Glucane medizinisch besonders interessant sind. Die Substanzen fördern das Sättigungsgefühl, unterstützen spezielle Abwehrzellen und 
reduzieren den Cholesterinspiegel.

Haferprodukte sind auch bei der Therapie von 
Diabetes mellitus Typ II (Blutzuckerkrankheit bei Erwachsenen) geeignet. Der Anstieg des Blutzuckerspiegels wird, im Gegensatz zu vergleichbaren Kohlenhydraten, verzögert, was sich günstig auf die Folgekrankheiten des Diabetes mellitus Typ II zeigt. Auch die im Hafer enthaltene Substanz Avenanthramid (Antioxidans) wirkt zusätzlich gegen die Bildung von arteriosklerotischen Ablagerungen (umgangssprachlich als Verkalkung bezeichnet).

Haferbrei oder Haferschleim gilt als magenschonend und wird auch bei Auftreten von Durchfall verabreicht. Er wird in der Kinder- und Krankennahrung verwendet. Haferbrei, in England als Porridge bezeichnet, ist eine Getreidekrütze, die aus Haferflocken oder Hafermehl, Wasser und bedarfsweise mit Milch hergestellt wird. Im Gegensatz zum Müsli werden die Haferflocken nicht eingeweicht, sondern in Wasser mit oder ohne Milch gekocht bis sich eine cremige Masse ergibt, die durch Zugabe von Obst, Sirup Nüssen, Zimt usw. verfeinert werden können.

Von den Hautärzten wird in Sonderheit die juckreizstillende und entzündungshemmende Wirkung geschätzt. Gerade bei trockener Haut wirkt Hafer feuchtigkeitsspendend und damit beruhigend. (z.B. bei 
Neurodermitis o. endogenem Ekzem). Bereits 1997 wurde der Hafer bei der FDA (US-Lebensmittelbehörde) als gesundheitsfördern anerkannt, später von einer Kommission E als wirksames Hauttherapeutikum festgeschrieben, was unter anderem zur Folge hatte, dass es heute eine ganze Reihe von Hautpflegeprodukten mit Hafer gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Additional information

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.