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Bogenschießen im Waldforum

Bogenschießen - eine uralte Kunst und tief in der Mythologie verankert. Diana, romische Göttin der Jagd oder Amor, der römische Gott der Liebe mit seinen Liebespfeilen. ealität war es dagegen, dass Indianer ihre Pfeile abschossen, sei es auf Widersacher oder Büffel.  Irgendwie vergißt man Bogen und Pfeil nie.

Nach der Olympiade 2000 in Griechenland besuchte ich auch das alte Olympiastation in Athen. Dort fanden die Wettbewerbe im Bogenschießen statt. Von da an stand es für mich fest, versuchen will ich diese uralte Kunst auch.

Ich entschied mich für ein Bogenseminar im Waldforum in Riddagshausen.

Am Samstag um 10.00 Uhr treffen wir uns. Unter Leitung des Waldpädagogen, Heinz Scharun, soll das Seminar stattfinden. Mehr als 12 Personen nehmen an einem Seminar nicht teil. Wir sind nur 10, darunter 4 Kinder über 12 Jahre, die schon mal vor einiger Zeit etwas geübt hatten. Wir Erwachsenen sind alle, bis auf einen Mann, ohne Vorkenntnisse. Wesentliche Dinge werden erklärt, und dann geht es los. Der linke Arm bei Rechtshändern und der rechte bei Linkshändern wird durch eine Ledermanschette geschützt. Die Hand, die den Bogen spannt, bekommt einen Handschuh mit drei Fingern. Daumen und kleiner Finger haben beim Bogenschießen keine Bedeutung. Vor jeder Person steht ein Köcher mit Pfeilen, und das Ziel ist in einiger Entfernung, zwei rechteckige Platten aus Kunststoffmaterial, die getroffen werden sollen. Die Finger machen zu Anfang ein paar Probleme, vor allen Dingen der Daumen, den man im täglichen Leben viel öfter benutzt, als man glaubt. Jetzt ist er bedeutungslos.

In der Mitte der Sehne befindet sich der Nockpunkt, den man als Bremse bezeichnen kann. Darunter wird die Kerbe des Pfeils auf die Sehne gesetzt, der Zeigefinger kommt über den Pfeil, Mittel- und Ringfinger unter den Pfeil, Daumen und kleinen Finger zur Kralle machen, Bogen spannen, und ab geht die Post. Wenn man Glück hat, trifft man auch das Ziel, ansonsten sucht man mit vereinten Kräften die Pfeile wieder im Wald zusammen.  Es hört sich alles sehr kompliziert an, ist es aber nicht.

Während eine Gruppe schießt, erhält die andere Erlärungen zu  den Pfeilen, die es seit Urzeiten gibt. In Deutschland darf man natürlich nicht mit Pfeil und Bogen auf die Jagd gehen, während das in einigen europäischen Ländern noch erlaubt ist.

Zum Schluß schießen wir dann noch auf ein Wildschwein aus Kunststoff, und man merkt, daß man hin und wieder auch ganz gut trifft. Es werden auch Punkte verteilt, und der Sieger bekommt ein kleines Andenken.

Das ganze Seminar dauert   2 1/4 Std. Es macht sehr viel Spaß, und jeder freut sich, wenn er getroffen hat  Die unterste Altersgrenze ist 12 Jahre, und nach oben fast unbegrenzt. Natürlich ist das alles nicht ganz kostenlos, aber  22 € ist die Sache allemal wert. Die Einweisung durch Herrn Scharun ist gut verständlich, und man muß keine Angst haben, daß man sich evtl. unbeholfen anstellt. Jeder hat letzten Endes mal angefangen.

Im Herbst soll ein Seminar für Senioren stattfinden. Ich wünsche allen Interessierten, daß sie den Mut haben und sich anmelden. Eigentlich ist meine Neugierde schon gestillt, aber ich könnte mir vorstellen, daß ich im Herbst wieder dabei bin.

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