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Städtischer Haushalt 2008 und KPMG

Anlässlich der Sitzung des Rats der Stadt Braunschweig am 18. Dezember 2007 soll der städtische Haushalt für das Jahr 2008 verabschiedet werden. Wie weitgehend war dieses Mal die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgruppe KPMG an der Erstellung des Haushaltsplans beteiligt? Was hat die Bürgerinnen und Bürger Braunschweigs ggf. die Beteiligung von KPMG an der Haushaltsplanung 2008 gekostet?

In diesem Zusammenhang dürften die Zuhörer/innen bei der Ratssitzung am 18. Dezember 2007 gespannt sein, welches Ratsmitglied den Haushaltsplan 2008 durchschaut hat, um über den Haushalt sachgerecht diskutieren und entscheiden zu können. Wer meldet sich zu Wort?

Nicht von ungefähr hatte die Stadt Braunschweig einer ehemaligen Ratsfrau, die einen vorangegangenen Haushaltsplan verstehen wollte, zusätzliche Hilfe angedeihen lassen. Nach deren Bericht hatte ihr die Stadt einen Mitarbeiter von KPMG zugeordnet, der einen ganzen Tag lang für Erläuterungen des Haushaltsplans zur Verfügung stand. Ist die Verwaltung in der Lage, den von ihr vorgelegten Haushalt 2008 den Ratsmitgliedern auch ohne Hilfe von KPMG zu erklären?

Die ZEIT hatte bereits in ihrer Ausgabe vom 16. März 2006 zu KPMG berichtet: „Im vergangenen August konnte KPMG eine offizielle Anklage des US-Justizministeriums wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung nur knapp abwenden – und damit einem Schicksal wie Arthur Andersen entgehen: Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen hatte eine offizielle Anklage wegen der Verwicklung in den Zusammenbruch des Energiehändlers Enron nicht überlebt. KPMG einigte sich mit den Strafverfolgern auf die Zahlung von 456 Millionen Dollar. Persönlich zur Verantwortung gezogen werden jedoch ehemalige KPMG-Mitarbeiter: 19 an den Steuergeschäften Beteiligte sitzen inzwischen auf der Anklagebank.“

Was meinen andere? Hier einige Hinweise:

- The public eye on Davos

- Süddeutsche Zeitung

- Handelsblatt

- Der Tagesspiegel

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