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Abholzen - "schwierige Aufgabe"

(nicht veröffentlichter Leserbrief zum Artikel: "Abholzen eine schwierige Aufgabe", Braunschweiger Zeitung v. 15.04.2008)

Das Abholzen des Querumer Forstes für den Ausbau des Braunschweiger Flughafens ist keine „schwierige Aufgabe“, sondern eine freie Entscheidung der Mehrheitseigner des Braunschweiger Flughafens, im Wesentlichen der Stadt Braunschweig und des Landes Niedersachsen. Die geplante Eingriffsfläche beträgt, inklusive der Einkürzungsmaßnahmen, ca. 750.000 m², entsprechend 125 Fußballfeldern, mit mehr als zehntausend Bäumen.

Offensichtlich interessiert es nur wenige, dass von den Bäumen das für die Klimaveränderung verantwortliche Kohlendioxid aus der Luft gefiltert und in den für alle Lebewesen lebensnotwendigen Sauerstoff umgewandelt wird. Mit jedem gefällten Baum, egal ob in Afrika, den Regenwäldern Südamerikas oder in Braunschweig, nimmt die Erderwärmung zu.

Die Diskussion um die Abholzung von Teilen des Querumer Forstes offenbart die mangelnde Bereitschaft der Politik, auf Klima- und Naturschutz Rücksicht zu nehmen. Solange es um die Regenwälder in Südamerika geht, ist es einfach, Schutzmassnahmen zu fordern, sobald es um eigene Interessen geht, lässt das Verständnis für die Umwelt sehr schnell nach.

Da die Anteilseigner des Flughafens nicht bereit sind, über Alternativen zum Abholzen bzw. Eingriffsreduzierungen zu diskutieren, wird derzeitig gegen den Ausbau des Braunschweiger Verkehrsflughafens und für den Erhalt des Querumer Forstes geklagt. Die Entscheidung über die Wertigkeit Naturschutz kontra Interessen der Stadt Braunschweig liegt somit bei Gericht.

K.-H. Kolodzig-Burkhardt Braunschweig

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