Liebe Leser und Leserinnen des b-s! Der b-s hat ab 1. Mai 2019 unter braunschweig-spiegel.de einen neuen Auftritt. Unter archiv.braunschweig-spiegel.de erreichen Sie den b-s von 2008 bis April-2019 in seiner letztmaligen Form, incl. funktionsfähiger interner Beitragslinks.

Leserbrief: Bäume weg - und dann?

von "Bastarden" und Edelbürgern
Auch wenn die Pläne Ebertallee - wie Stadtbaurat Zwafelink sich jetzt über einige Fraktionen wundert - in Gremien beraten und (wie üblich) mit großer Mehrheit abgestimmt worden sind, so blieben die eigentlichen Motive und Pläne der Umgestaltung von Riddagshausen in eine Art Park mit Sichtachsen, Promenaden und Säuleneichen verborgen.

Die Riddagshausener Bürgerinnen und Bürger wussten jedenfalls von der geplanten Abholzerei (Schwarzpappeln hin - "Art-Bastarde" her) nichts ... bis auf wenige offensichtlich besondere Riddagshausener, nennen wir sie mal Edelbürger.

Warum reden diese besonderen - und insofern gut informierten - Bürgerfamilien eigentlich nicht mit ihren gemeinen Artgenossen, demokratisch und offen, damit alle wissen, worum es geht?

(noch) nicht gedruckter Leserbrief Peter Rosenbaum, Braunschweig


P.S. Administrator, aus: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas, Bd. 3, zur Schwarz-Pappel (populus nigra):
"Häufig vorkommende Bastarde: Grau-Pappel ... Ontario Pappel ... Kanadische Pappel ..."
(Anmerkung: Bastard vom altfranzösischen "fils de bast" = uneheliches Kind. - Demnach dürften allerdings Bastardpappeln grundsätzlich ebensowenig gefällt werden wie "reine" Schwarzpappeln. Denn Grundgesetz, Artikel 6 Abs. 5, schreibt vor: "Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie ehelichen Kindern." ... Dürfen - dem zuwider - zukünftig dann auch nur noch Edelpudel und ähnlich "artreine" Promenadenmischungen an der Kreuzteich-Promenade prominieren?)

Die Braunschweiger Zeitung berichtet heute, dass alle Bäume an der südwestlichen Kreuzteichseite gefällt werden sollen oder sollten, und Ralph Herbert Meyer trifft den richtigen Ton, wenn er vom "rigorosen Kahlschlag" spricht.

Dies war nun wirklich aus den Plänen nicht ersichtlich und es fragt sich, ob es nicht unbedingte Pflicht der Stadt gewesen wäre, so einschneidende Maßnahmen vor Gremien und Bürgern eigens zu thematisieren.

Additional information

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.