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Nirgendland - eine Dokumentation über sexuelle Gewalt an Kindern in der Familie

Wo: Universum Braunschweig
Wann: 18. und 25. Mai 2015; 19:00 Uhr

In diesem Film wird ein noch weitgehend mit Tabus behaftetes Thema teilweise bis an die Schmerzgrenze darstellt. Man verlässt das Kino jedoch nicht mental zerstört sondern aufgrund der starken Persönlichkeit der Protagonistin mit Hoffnung.

Mutter Tina

"Mit dieser Schuld muss ich jetzt leben, mein Leben lang. Mit der Schuld, dass ich nicht hingeschaut habe. Dass ich das nicht gesehen habe." Das sagt Tina in "Nirgendland". Ein Film, der oft kaum zu ertragen ist, der weh tut. So heftig ist ihre Geschichte. Jahrelang missbraucht sie ihr eigener Vater. Doch sie verdrängt das so gründlich, dass sie sogar später ihre kleine Tochter, genannt Flo, allein beim Opa lässt - ohne alarmiert zu sein. Er vergeht sich auch an der Enkeltochter. Fünf Jahre lang. Mutter und Tochter schweigen und verdrängen.

Tinas Tochter fängt in der Pubertät an, sich zu ritzen, Drogen zu nehmen, sogar auf den Strich zu gehen. In einer Therapie kommt dann raus, was Tinas Vater den beiden angetan hat. Als Flo Anfang 20 ist, soll auch ihre kleine Cousine beim Opa übernachten. Da erstattet Tinas Tochter Anzeige.

Das Gerichtsurteil lässt einen fassungslos zurück: Freispruch! "Der Richter stellt fest, dass sich im damaligen Verhalten der Zeugin das Einvernehmen zur Tat nicht ausschließen lässt. Er fragt die Zeugin, warum sie sich nicht gewehrt habe." Flo war damals fünf Jahre alt.

Der Film lebt durch die mutige, schonungslose Offenheit der Protagonistin, Tina, die es geschafft hat, im Laufe ihres Lebens vom Opfer zur Anklägerin zu werden - er lebt durch diese starke Frau, die bewusst gegen das Schweigen angeht, indem sie mit ihrer Biografie an die Öffentlichkeit tritt.

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