Wie begrüßen sich Deutsche, Franzosen und Japaner? Und wie in Afrika?

Den Text hat mein Kollege Axel Klingenberg (rechts) geschrieben.   
Auf dem Foto sind die Dozenteninnen Katja Steffens (links), Vanessa Gose (2. von rechts) mit den Mitarbeitern der Freiwilligenagentur Oliver Ding (3. von links) und Axel Klingenberg (rechts) und zwei Teilnehmerinnen.

Unterschiedlich und gleichberechtigt

Wie begrüßen sich Deutsche, Franzosen und Japaner? Und wie in Afrika? Schon das Spekulieren über verschiedene Begrüßungsrituale und das Praktizieren derselben zeigte, dass kulturelle Missverständnisse quasi vorprogrammiert sind.

Die beiden Mitarbeiterinnen der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig, Vanessa Gose und Katja Steffens, zeigten in ihrem so unterhaltsamen wie lehrreichen Workshop zum Thema „Gleichberechtigung im interkulturellen Kontext“ am 24. September im Glashaus des Sozialpsychiatrischen Zentrums der AWO in Braunschweig, dass es zwar viele Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturen gibt, aber dass diese keine unüberwindbaren Gegensätze darstellen. Auch nicht in der Geschlechterfrage – ein kurzer Rückblick auf die jüngere deutsche Geschichte zeigte, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau auch hier gesetzlich relativ neu ist, gilt doch das allgemeine Wahlrecht auch hier in Deutschland erst seit 100 Jahren. Wahrlich kein langer Zeitraum in der Menschheitsgeschichte!

Groß geschrieben wurde an diesem Tag der Erfahrungsaustausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops. Klar wurde: nicht jede Frau, die ein Kopftuch trägt, fühlt sich unterdrückt. Und nicht jeder Deutsche hat sich schon vollständig von den tradierten Vorstellungen zur Rollenverteilung zwischen Mann und Frau gelöst.

Die nächste Veranstaltung der Reihe „Ehrenamt im neuen Land“ der Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V. findet am 22. Oktober von 17 bis 19 Uhr statt. Das Thema: Freiwilligenarbeit von Menschen mit Fluchthintergrund am praktischen Beispiel.